Im Juli und August bereist die Jury der Kärntner Blumenolympiade das Land. Fachleute aus Gartenbau und Gartengestaltung sowie Vertreter der Kärntner Gärtner begutachten Gärten, Balkone und Bauernhöfe. Bewertet werden Pflanzenvielfalt, das Zusammenspiel von Farben, Formen und Strukturen sowie Pflanzengesundheit und Biodiversität. Die Blumenolympiade wird von den Kärntner Gärtnern gemeinsam mit Land Kärnten, Landwirtschaftskammer und der Kleinen Zeitung veranstaltet. Mitte September werden die Sieger auf Regional- und Landesebene feierlich geehrt. Auf Gemeindeebene stehen die schönsten Gärten bereits fest. Die Gemeindesiegerinnen und -sieger haben sehr schöne Gärten und werden vorab vorgestellt. Für den Regional- oder Landessieg hat es aber nicht gereicht. Zwei davon stellen wir stellvertretend vor.

Ein Gartenparadies in Feffernitz

Stephanie und Otto Drussnitzer haben schon öfter bei der Blumenolympiade mitgemacht. Ihr Haus in Feffernitz ist von mehreren bunten Gartenecken umzäunt. Liebevoll hat das pensionierte Paar ein gärtnerisches Paradies geschaffen. Im hinteren Teil des Grundstücks lädt eine Sitzbank zum Verweilen ein. „Dort genieße ich meinen Garten nach getaner Arbeit“, erzählt Stephanie Drussnitzer. Rund eineinhalb Stunden pro Tag verbringt sie mit Gießen, Zupfen und Düngen. Praktisch: An allen Ecken steht Regenwasser bereit, die Pflanzen danken es mit kräftigem Wuchs.

Besonders angetan haben es ihr die Surfinien. Die Blüten gibt es in kräftigem Pink, Rot, Gelb oder Weiß. „Die Farben mag ich einfach“, sagt sie. Die Pflege erfordert Fingerspitzengefühl, denn die Erde sollte nie austrocknen. Regenwasser ist dafür besonders geeignet. Auch ihr Mann hat in der Pension die Liebe zur Gartenarbeit entdeckt. Gemeinsam haben sie Hochbeete angelegt und viel in ihren Garten investiert.

Ihr Balkon ist ein beliebtes Fotomotiv

In Arriach, auf einem Südhangplateau in über 900 Metern Seehöhe, liegt der Oberrainerhof, dem Evelyn Gaggl ihren blumigen Stempel aufdrückt. Das Bauernhaus ist seit Generationen mit Blumen geschmückt. „Bei uns ist es immer möglichst bunt, kein Blumentrog gleicht dem anderen“, sagt sie. Insgesamt 58 Blumentröge mit Blumen werden von ihr gepflegt, jeder wird per Hand gegossen. Alle zwei Tage braucht sie dafür mindestens eine Stunde. Auch bei ihr spielen Surfinien eine wichtige Rolle, am liebsten in Lila. „Wenn sie üppig über den Balkon hängen, gefällt mir das besonders.“

Der alte Holzbalkon verträgt zarte Farben wie Gelb und Rosarot, rund ums Haus blühen zahlreiche Rosen in allen Höhen. Für Urlauber und Wanderer ist das ein gern gesehenes Fotomotiv. Im Winter hängen große Christbaumkugeln auf dem Apfelbaum, auch dann bleibt der Hof ein Blickfang. „Man lernt viel von den Gärtnern“, erzählt Gaggl. Gemeinsam mit ihrem Mann und den drei Kindern bewältigt sie die „schöne“ Arbeit. Wichtig ist ihr, dass sich ihre Blumenpracht natürlich in die Umgebung einfügt.