Die Freude in der Fellach ist groß. Die Feuerwehrjugend der Freiwilligen Feuerwehr Fellach holte sich bei der diesjährigen Spitzenplatzwahl der Kleinen Zeitung den Titel: Bezirkssieger Villach. Damit setzten sich die rund 20 Mädchen und Burschen im Alter von zehn bis 15 Jahren gegen starke Konkurrenz durch. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Jugendblasmusik der Musikschule Feistritz/Drau–Weißenstein und die Volkstanz- und Schuhplattlergruppe Fürnitz Faaker See.

Es wurde die Werbetrommel aktiv gerührt

„Wir haben intern viel Werbung gemacht und die Unterschriftenlisten auch bei der jüngsten Spendensammlung mitgehabt. Auch die Eltern waren sehr engagiert, um möglichst viele Stimmen zu bekommen“, freut sich Feuerwehrkommandant Martin Weinstich über den Erfolg.

Die Jugendarbeit der Fellacher Feuerwehr hat sich in den vergangenen Jahren zu einer tragenden Säule entwickelt. Gegründet wurde die Jugendgruppe mit dem neuen Ausschuss 2021, seither ist der Zusammenhalt stetig gewachsen. „Vorher war die Feuerwehr ein wenig wie ein elitärer Kreis. Durch die Jugend ist es offener geworden, auch Väter von Jugendlichen sind inzwischen dabei“, erzählt Weinstich.

Einmal im Monat treffen sich die Jugendlichen zu Übungen, die sich im Ablauf am aktiven Dienst orientieren. Dabei wird nicht nur der Einsatz selbst geübt, sondern auch die Nachbearbeitung - von der Reinigung der Geräte bis zum Aufräumen des Einsatzortes. Ausgangspunkt ist dabei immer das Rüsthaus. Neben dem feuerwehrtechnischen Wissen kommt der Spaß nicht zur kurz. Spiele, ein Sommerabschlussfest mit Zeugnisprämierungen und alle zwei Jahre Ausflüge, wie zuletzt nach Wien und davor nach Salzburg, gehören zum Fixprogramm.

Auch die Zusammenarbeit mit Polizei und Rettung wird kennengelernt

Die Jugend ist auch bei der 24 Stunden-Übung dabei, bei der andere Blaulichtorganisationen wie die Polizei oder Wasserrettung eingebunden sind. So lernen die Jugendlichen, wie ein Einsatz abläuft und welche Aufgaben die verschiedenen Organisationen haben. Insgesamt nehmen die Jugendlichen an rund 35 Veranstaltungen pro Jahr teil, 80 Prozent sind bei den Terminen regelmäßig dabei.

Der Einsatz zahlt sich aus. Zehn Mitglieder der Feuerwehrjugend sind mittlerweile in den aktiven Dienst übernommen worden. Betreut werden die jungen Feuerwehrleute von vier Ausbildnern, federführend von den Jugendbeauftragten Markus Melcher und Ingo Großegger. „Wichtig ist uns, Gemeinschaft und Kameradschaft zu vermitteln. Wir machen keine aktive Werbung, weil wir derzeit voll sind. Aber die Begeisterung ist groß, und das ist das beste Zeichen“, so Weinstich.