Seit November 1921 werden auf Villachs Hausberg, dem Dobratsch, meteorologische Messungen durchgeführt. Die Daten von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Sonnenscheindauer, Niederschlag, Druck, Globalstrahlung, Windgeschwindigkeit und Windrichtung werden seit dreißig Jahren auch automatisch erfasst und registriert. Aufgrund der teils extremen Wetterbedingungen im Hochgebirge ist eine Parallelmessung durch Beobachter vor Ort jedoch nach wie vor unerlässlich. Einer dieser Beobachter ist der Geograph Erwin Walcher. Er wechselt sich mit einem Kollegen im zweiwöchigen Rhythmus ab und lebt und arbeitet mittlerweile seit über 17 Jahren immer 14 Tage durchgängig in den luftigen Höhen des Sendeturms. Die von ihm erhobenen Daten sind essenziell für Wetterprognosen und Fragestellungen in Bezug auf den Klimawandel.
Am Dobratsch
Der Mann, der über Villachs Wetter wacht
Erwin Walcher (46) hat den höchstgelegenen Arbeitsplatz Villachs. Sein Büro befindet sich im 12. Stock des 167 Meter hohen Senders kurz unter dem Gipfel des Dobratschs. Seit beinahe 18 Jahren führt er hier meteorologische Messungen durch.
© Weichselbraun Helmuth