Kurz bevor sich Wörthersee-Legende Juliane Politzky im vergangenen Oktober in den Ruhestand zurückzog, sie war mehr als 30 Jahre lang Pächterin des „Casinohotel“ sowie der Bars „Switch“ und „Le Café“, wurden die Betriebe von den Casinos Austria mit der Gastronomietochter „Cuisino“ übernommen. Manuel Politzky, Sohn von Juliane Politzky, führte den Betrieb mit rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiter, eine Übernahme war für ihn damals nicht denkbar. Nun kehrt er der Gastroszene in Velden ab Ende Oktober aber offenbar gänzlich und überraschend den Rücken.
Ein Posting auf Facebook und Instagram macht es deutlich. Dort schreibt Politzky: „Nach einem erfolgreich absolvierten Jahr, möchte auch ich persönlich noch einmal ein bisschen was anderes sehen und habe mich dazu entschlossen, mit 31. 10. 2024 dem Casinohotel Velden, dem Le Café & dem Switch vorerst einmal ‚auf Wiedersehen‘ zu sagen.“
Was Politzky zukünftig vorhat und wohin es ihn verschlägt, ist offen, der 40-Jährige war am Montagvormittag nicht für die Kleine Zeitung zu erreichen. Auch wie es mit den drei Betrieben in Velden weitergeht, ist nicht klar. Diesbezüglich wurde eine Anfrage an die Casinos Austria gerichtet, eine Antwort wird in diesem Artikel nach Einlangen ergänzt.
Der Abgang des Unternehmers kommt zu einer Zeit, in der die Gastronomie mit einer Vielzahl an Herausforderungen konfrontiert ist. Neben Personalmangels und steigenden Kosten, war die Gastronomie am Wörthersee diesen Sommer wegen des berüchtigten Räubertellers um acht Euro über die Landesgrenzen hinaus negativ in den Schlagzeilen.