Der Villacher Unternehmer Milojica „Miki“ Aleksic schmiedet laufend neue Pläne. Nach der Eröffnung seines „Hotel Seven“ in Maria Gail im Jahr 2018, ließ er Ende 2022 mit Erweiterungsplänen aufhorchen. Rund 20 Zimmer mehr sind seither für das Vier-Sterne-Hotel mit derzeit 68 Zimmern geplant. „Wir wollen in den kommenden zwei Jahren um 30 Prozent erweitern, dazu bauen und aufstocken“, bestätigte Aleksic damals auf Anfrage der Kleinen Zeitung.

Erweiterung positiv bewertet

In einer Kundmachung der Stadt Villach vom 3. Juli 2024 wurde der Teilbebauungsplan für die Aufstockung veröffentlicht. Diesem nach will Aleksic das Hotel und das angrenzende Verwaltungsgebäude um ein Geschoss aufstocken und Letzteres mittels einer Brücke an den Hotelbaukörper anbinden. Die Geschosshöhe wurde im Bebauungsplan auf vier Meter festgelegt, im östlichen Grundstücksbereich will der Unternehmer minimal zubauen.

Im gegenständlichen Bebauungsplan werden die Pläne mit „wirtschaftlicher Notwendigkeit“ untermauert. So soll die Ausrichtung auch mehr auf Seminargäste abzielen, ebenso könnte das am Standort befindliche Verwaltungsgebäude der Konzernzentrale „Chickis GmbH“ umgebaut und um Space Sharing Büros sowie einen Spa- und Wellnessbereich erweitert werden.

Architekturbeirat bewertete positiv

Vom Villacher Architekturbeirat wurde das eingereichte Projekt positiv bewertet und sofern während der, bereits abgelaufenen Auflagefrist, keine begründeten Einwendungen beim Magistrat eingebracht wurden, kann der Teilbebauungsplan vom Gemeinderat am 11. Oktober beschlossen werden. Im nächsten Schritt kann Aleksic dann um die Baubewilligung ansuchen.

Dieses Projekt wurde vom Architekturbeirat abgesegnet
Dieses Projekt wurde vom Architekturbeirat abgesegnet © KK/Trecolore Architects

Positive Reaktionen auf Bauvorhaben

Es ist davon auszugehen, dass das Bauansuchen bei der Gemeinderatssitzung am 11. Oktober durchgewunken wird. In der Kundmachung der Stadt wird auch darauf hingewiesen, dass „die bauliche Entwicklung der gegenständlichen Fläche“ mit der Weiterentwicklung der Stadt Villach einhergehe. „Villach wächst jährlich um rund 1000 Menschen. Das zeigt, wie beliebt die Stadt als Lebens- und Arbeitsmittelpunkt geworden ist und welche Dynamik der Standort ausstrahlt“, führt Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) aus. Aus raumplanerischer Sicht würde das vorliegende Projekt eine logische Entwicklungsstufe und bauliche Verbesserung an diesem Standort darstellen.

Auch seitens der Tourismusregion gibt es grünes Licht. „Der Fokus des Hotels liegt auf Ganzjahrestourismus und aufgrund der verkehrsgünstigen Lage ist auch außerhalb der Hauptsaison eine hohe Auslastung zu erwarten“, heißt es in den Ausführungen. Positiv hervorgehoben wird weiters, dass der Betrieb ausschließlich gewerbliche Betten bereitstellt und somit keine Freizeitwohnsitze - umgangssprachlich „kalte Betten“ - geschaffen werden würden. Aus Sicht der Tourismusregion Villach „greift das vorgelegte Konzept nur sehr wenig in das Geschäft der Innenstadt-Hotellerie ein.“ Im Gegenteil: Große Veranstaltungen der Stadt würden mitbedient werden können. Ferner sei es sehr zu begrüßen, dass es sich um eine einheimische Familie handele, nicht um eine weitere Kette.

Kurios an der Geschichte ist, dass das Hotel ursprünglich zu hoch gebaut wurde. Aleksic fehlte ursprünglich die Genehmigung für das bestehende Objekt, er baute um 74 Zentimeter zu hoch. Nach langen Evaluierungen konnte das Objekt bleiben, wie es ist.

Miki Aleksic Kaffeerösterei Ella Kaffee
Miki Aleksic gilt als Mulitunternehmer © Jandl

Aleksic ist Mulitunternehmer

Der 52-jährige Aleksic stammt ursprünglich aus Bosnien, kam 1991 nach Kärnten und arbeitete sich buchstäblich vom Tellerwäscher zu einer erfolgreichen Unternehmergröße in der Region. 1994 kaufte er sich seinen ersten Grillwagen und gründete „Mikis Knusper-Hendl“. 2016 eröffnete der vierfache Vater das Restaurant „Chickis“ am Villacher Hauptplatz, 2018 das Hotel Seven inklusive Restaurant, im Herbst 2020 erfolgte der Spatenstich für die eigene Kaffeerösterei „Ella“. Immer wieder steht der Unternehmer wegen seiner großen Bauvorhaben auch in der Kritik, aktuell etwa wegen eines geplanten Wohnprojektes in Maria Gail.