Rund 11.000 Sportlerinnen und Sportler gehen jedes Jahr in Wettkämpfen und Trainings über die Schanzen in der Villacher Alpenarena. Die Anlage ist mittlerweile in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Schon im Herbst haben Landeshauptmann Peter Kaiser und Villachs Bürgermeister Günther Albel (beide SPÖ) ein Konzept für die Finanzierung der Rundumerneuerung auf den Tisch gelegt, der Beschluss für die Landesmittel wurde in der Regierungssitzung auf Antrag Kaisers gefasst. Erst aufgrund dieses Beschlusses konnte der Antrag für weitere Mittel an den Bund, konkret an Sportminister Werner Kogler (Grüne), gestellt werden.

Kosten werden geteilt

Die Kostenteilung zwischen der Stadt Villach und dem Land – es geht für beide in Summe um rund 1,5 Millionen Euro – stand bisher fest und war auch so beschlossen worden. Mit dem Beitrag aus dem Sportministerium in Höhe von rund 600.000 Euro verringert sich nun die Finanzierung von Stadt und Land.

Bei der gestrigen Vertragsunterzeichnung dankten Kaiser und Albel wie auch Kärntens Landessportdirektor Arno Arthofer Bundesminister Kogler für diese Unterstützung. „Wir haben lange verhandelt, wir haben auf Augenhöhe verhandelt und unser Anliegen wurde auch aufgrund der Internationalität der Sportstätte und der Wettkämpfe, die hier ausgetragen werden, erhört. Auch, weil die Sprungschanzen ein Ganzjahresbetrieb sind und für Trainingszwecke internationalen Athletinnen und Athleten zur Verfügung stehen, haben wir die Mittel vom Bund erhalten“, erklärt Arthofer. Derzeit trainieren die Japanerin Sara Takanashi, die mit Abstand erfolgreichste Skispringerin, und Alexandria Loutitt aus Kanada in Villach, weil sie optimale Bedingungen vorfinden.

Wird saniert: Die Alpenarena
Wird saniert: Die Alpenarena © KK/Alpen Arena Villach

„Kärnten ist ein Sportland – viele Spitzensportlerinnen und Spitzensportler, sommers wie winters, begeistern das Publikum mit ihren Leistungen, sind Vorbild für so viele Nachwuchstalente und sind Animation für den Breitensport. Es ist daher Aufgabe des Landes, für die besten Rahmenbedingungen zu sorgen und moderne, zeitgemäße, wettkampftaugliche Sportstätten zu bauen und zu erhalten. Auch in Hinblick darauf, dass wir grenzüberschreitende Wettbewerbe hier im Alpen-Adria-Raum durchführen können“, betonte Kaiser. In der Villacher Alpenarena werden immerhin 18 unterschiedliche Sportarten ausgeübt, Herzstück ist die Skisprunganlage.

In die Renovierung und Sanierung der Sportstätte werden in den kommenden drei Jahren mehr als drei Millionen Euro fließen.