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MittelkärntenSie haben sich die Hauben mit viel Geschmack zurück erkocht

Der Kollerwirt in Tanzenberg und der Landgasthof Neugebauer in der Lölling dürfen sich wieder mit einer „Haube“ schmücken. Beide Betriebe wollen an kulinarischer Ausrichtung festhalten.

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Stefanie Neugebauer und Lothar Krings vom Neugebauer © Gert Köstinger
 

Die Martinigans schmort in der alten „Bratrein“ vor sich hin. Es duftet nach Herbst und eben dem Ganslbraten – mit allen köstlichen Ingredienzien – in der Küche vom Kollerwirt bei Tanzenberg. Mit der gebratenen Gans wird Kollerwirt-Chef Tom Soete (53) nicht im Restaurantführer „Gault Millau 2018“ landen. Da ist er schon mit anderen Feinheiten von der allerbesten Seite präsent.

„Der Endiviensalat mit Erdäpfeln und Knoblauch, das gekochte mürb-saftige Rindfleisch, das Rehrückenfilet – ein Muster an saftiger Zartheit, das Rotkraut knackig, der Knödel flaumig“, befanden die Tester des Gault Millau und setzten damit Soete mit 13 Punkten wieder eine „Haube“ auf. „Vor sechs Jahren haben wir die Haube verloren, jetzt ist sie wieder da. Man freut sich naturgemäß darüber, weil es auch eine Herausforderung für die Zukunft ist“, sagt Soete, der Kochen als einen Kreativjob sieht: „Man arbeitet mit Farben und Düften und kann feine Genüsse auf den Gaumen zaubern.“ Die bekannt gutbürgerliche Linie des Kollerwirts wird Soete und sein vierköpfiges Team wegen der Haube nicht verlassen: „Unsere vielen Stammgäste schätzen die Ehrlichkeit, das Ambiente und die authentische Regionalität. Alles bleibt, wie es ist.“

Tom Soete (Mitte) erkochte eine Haube für den Kollerwirt Foto © Gert Köstinger

Große Freude herrscht auch im Landgasthof Neugebauer. Es gibt wieder eine Haube (13 Punkte), die nach vier Jahren den Weg zurück in die Lölling gefunden hat. Wirtin Stefanie Neugebauer (27) und ihr Freund, Küchenmeister Lothar Krings (29), haben es gleich auf Anhieb geschafft. Das kreative junge Wirtepaar wurde vom Gault Millau vor allem wegen dem ausgezeichneten Spargelrisotto und der „zur mürben Perfektion geschmorten Lammhaxe mit Erdäpfelpüree“ ausgezeichnet. Und einen zweiten Punkt fanden die Tester besonders lobenswert: „Es wird auf regionale und saisonale Produkte gesetzt. Ein gutes Beispiel für ausgezeichnete Landküche mit dem gewissen Extra.“ „Die Haube ist eine schöne Bestätigung für unser Haus. In die ,Oberliga’ wollen wir aber nicht aufsteigen, wir sind so zufrieden“, sagt Neugebauer.

Seit 1900 ist „der Neugebauer“ im Familienbesitz, Stefanie Neugebauer hat erst vor wenigen Monaten das Lokal von ihren Eltern Franziska und Walter übernommen: „Die kreative Landhausküche ist unser Markenzeichen, da führt kein Weg vorbei“, sagt die junge Wirtin. Die berühmten Backhendeln finden sich ebenso auf der Karte wie feine „Crossover-Menüs“ mit fünf bis 15 Gängen, einem Mix aus einheimischer und asiatischer Küche.

Hintergrund

Erfolg. Mit dem Kollerwirt in Tanzenberg und dem Landgasthof Neugebauer in der Lölling haben es zwei Gastronomiebetriebe der Region gechafft, sich die einst „verlorene“ Haube zurück zu erobern.

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