Die Martinigans schmort in der alten „Bratrein“ vor sich hin. Es duftet nach Herbst und eben dem Ganslbraten – mit allen köstlichen Ingredienzien – in der Küche vom Kollerwirt bei Tanzenberg. Mit der gebratenen Gans wird Kollerwirt-Chef Tom Soete (53) nicht im Restaurantführer „Gault Millau 2018“ landen. Da ist er schon mit anderen Feinheiten von der allerbesten Seite präsent.

„Der Endiviensalat mit Erdäpfeln und Knoblauch, das gekochte mürb-saftige Rindfleisch, das Rehrückenfilet – ein Muster an saftiger Zartheit, das Rotkraut knackig, der Knödel flaumig“, befanden die Tester des Gault Millau und setzten damit Soete mit 13 Punkten wieder eine „Haube“ auf. „Vor sechs Jahren haben wir die Haube verloren, jetzt ist sie wieder da. Man freut sich naturgemäß darüber, weil es auch eine Herausforderung für die Zukunft ist“, sagt Soete, der Kochen als einen Kreativjob sieht: „Man arbeitet mit Farben und Düften und kann feine Genüsse auf den Gaumen zaubern.“ Die bekannt gutbürgerliche Linie des Kollerwirts wird Soete und sein vierköpfiges Team wegen der Haube nicht verlassen: „Unsere vielen Stammgäste schätzen die Ehrlichkeit, das Ambiente und die authentische Regionalität. Alles bleibt, wie es ist.“