Lange wurde es gefordert, jetzt ist das Projekt auf Schiene: Ab Mitte Oktober wird in der Bezirksstadt St. Veit das App-Parken eingeführt, das hat der St. Veiter Gemeinderat am Mittwochabend einstimmig beschlossen. Autofahrerinnen und Autofahrer müssen dann kein passendes Kleingeld mehr bereithalten. Mit der EasyPark-App können sie die Parkzeit starten, stoppen oder verlängern. Bürgermeister Martin Kulmer (SPÖ): „Die EasyPark-App ergänzt die Möglichkeit zum Ticketkauf an den Parkscheinautomaten für die blaue Zone im Stadtgebiet beziehungsweise zum Kauf der Monatstickets für das Parken bei der Blumenhalle.“

Die angepriesenen Vorteile: Bezahlt wird mit Kreditkarte, per SEPA-Lastschrift, PayPal oder ApplePay. Das System sei flexibel, die Parkzeit kann in der App gestartet, gestoppt sowie auf maximal 180 Minuten verlängert werden. Die einzige Vorausetzung ist das Herunterladen der App aus dem Apple Store oder dem Google Play Store. Danach muss der Nutzer nur noch die Telefonnummer und das Autokennzeichen eingeben, Passwörter sind für das System nicht erforderlich.

Die anfallenden Parkgebühren werden direkt von EasyPark bei den Kunden eingehoben. EasyPark erhebt eine Transaktionsgebühr für jeden Parkvorgang, diese beträgt in St. Veit 15 Prozent (mindestens 10 Cent) der jeweiligen Parkgebühren und kann mit einer monatlich kündbaren Pauschale von 1,99 Euro abgegolten werden. Kulmer: „Die Stadtgemeinde St. Veit übernimmt für die Dauer eines Jahres die Transaktionskosten, sodass die Bürger und Anwender in diesen Zeitraum lediglich die Parkgebühren zu entrichten haben.“

Die App ist außer in St. Veit zusätzlich noch in rund 50 Städten Österreichs – in Kärnten in Villach – und in über 2200 Städten Europas verwendbar Die Kontrolle durch die Parkraumüberwacher erfolgt digital über das Kennzeichen mit einem Handy oder alternativ mit einem eigenen Lesegerät.

"Mit EasyPark finden und bezahlen Autofahrer in der Stadt St. Veit in Zukunft Parkplätze in 20 Ländern Europas mit einer einzigen App”, sagt Markus Heingärtner, Geschäftsführer EasyPark Österreich. Darüber hinaus lässt sich EasyPark über die Onboard-Systeme aktueller Modelle von Volvo, Renault, Mercedes-Benz und Polestar direkt aus dem Fahrzeug starten. EasyPark ist europaweit außerdem die erste Park-App, die auch über Apple CarPlay und Android Auto verfügbar ist.

Die Kosten, die der Stadt entstehen, werden auf einige hundert Euro geschätzt. Es gehe dabei nur um die Übernahme der Transaktionskosten.