Seit Anfang 2024 läuft in der Kärntner Landesregierung ein Projekt namens KärntenGPT. Dabei handelt es sich um einen KI-basierten Chatbot, der entwickelt wurde, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im täglichen Arbeitsablauf zu unterstützen. Der Chatbot unterstützt bei vielen Aufgaben, so Matthias Bergner, IT-Beauftragter der Landesregierung. Er hilft beim Schreiben von E-Mails, beim Zusammenfassen von Gesprächen, beim Analysieren von Texten und sogar beim Programmieren.

Viele MitarbeiterInnen würden berichten, dass sie damit strukturierter und schneller arbeiten könnten. Besonders bei der Vorbereitung von Sitzungen oder der Bearbeitung komplexer Inhalte zeige sich der praktische Nutzen. „Die Rückmeldungen aus den Abteilungen fallen überwiegend positiv aus“, zeigt sich Bergner erfreut. Natürlich gebe es auch technische Herausforderungen, die jedoch meistens schnell behoben werden können.

Matthias Bergner
Matthias Bergner © Privat

 Das System wird seit Juni 2024 intern betreut und technisch weiterentwickelt. Ein Punkt im Zuge dieser Weiterentwicklung sieht auch die Nutzung der KI-Technologie durch Bürgerinnen und Bürger vor. Dafür werde jedoch eine eigene maßgeschneiderte Lösung entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe zugeschnitten sei, informiert der IT-Beauftragte.

Bereits Ende dieses Jahres sollte KärntenGPT den Bürgerinnen und Bürgern das Einreichen von Förderanträgen erleichtern und somit zu einer rascheren Bearbeitung und Auszahlung der Fördergelder führen. Auch ein Chatbot ist geplant, der mit den Kärntnerinnen und Kärntnern direkt kommuniziert und so Gespräche mit SachbearbeiterInnen ersetzen wird – jedoch ohne Rechtsverbindlichkeit. Das garantiert einen 24/7-Zugang zu Informationen und gleichzeitig ein besseres Verständnis von Verwaltung und Formularen.

Ein großer Vorteil von KärntenGPT sei die Datensicherheit, so Bergner. Das gesamte System läuft auf den Servern der Landesregierung. Keine Daten verlassen das interne Netzwerk. Dadurch können auch sensible Inhalte verarbeitet werden. Diese Lösung sei nicht nur sicherer, sondern auch günstiger als kommerzielle Alternativen. Außerdem bliebe die Kontrolle über das System vollständig in Kärnten.

KärntenGPT ist Teil der digitalen Strategie der Landesregierung. Es soll Wissen zugänglich machen, Prozesse vereinfachen und neue Formen der Zusammenarbeit ermöglichen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass dieser Weg vielversprechend ist. Wenn Technologie sicher, lokal und mit Blick auf die Menschen eingesetzt wird, entsteht ein nachhaltiger Fortschritt für alle.