Anras

Angst vor neuem Sendemasten: Bevölkerung will Fakten

Telekom will einen neuen Sendemast aufstellen. Anrainer fürchten gesundheitliche Risiken. Bürgermeister verspricht Informationsveranstaltung.

An der Waldgrenze ist der Mast geplant. Die Goller stellen sich dem Kampf gegen die Mobilfunk-Gesellschaft © Michael Egger
 

Schnelles Internet auf mobilen Geräten ist in österreichischen Städten mittlerweile gang und gäbe. Die Telekom will LTE, den Mobilfunkstandart der vierten Generation, nun auch in die ländlichen Gemeinden bringen – unter anderem in das Pustertaler Dorf Anras.
Dafür benötigt der Mobilfunkanbieter einen neuen Sendemast, den er gemeinsam mit T-Mobile umsetzen will. Geplant ist das Bauwerk im Anraser Ortsteil Goll. Wird der Mast dort gebaut, kann man laut Bürgermeister Johann Waldauf gleich drei Anraser Ortsteile abdecken. Die Telekom hat die Rechnung allerdings ohne die Goller Bevölkerung gemacht.

Der Weiler zählt rund 20 Haushalte, fast alle Bewohner sind dagegen. Gemeinsam wurde ein Hilfeschreiben an die Gemeindeführung verfasst. Lediglich jener Bauer, auf dessen Grundstück der Mast gebaut werden soll, unterschrieb nicht.

Schlechter Empfang

Die Bewohner fürchten die gesundheitsschädlichen Strahlen und zählen nun auf den Bürgermeister: „Wir haben das Glück, noch in einer relativ intakten Welt leben zu dürfen und wir bitten alle Verantwortlichen und den Bürgermeister, diese Lebensqualität für uns und unsere Kinder zu erhalten“. Gemeindechef Waldauf versteht die Sorgen der Bürger, merkt aber an: „Wir haben schlechten Empfang."

Warten auf Infoabend

Jetzt sitze die Gemeinde zwischen zwei Stühlen. Schließlich könne man den Mast schwer ohne die Zustimmung der Anrainer aufstellen. Waldauf will nun einen möglichst unabhängigen Experten nach Anras einladen – mit diesem soll über das Risiko diskutiert werden. Rechtlich haben die Bürger wohl wenig Chancen, die Pläne der Telekom zu verhindern.

Sendemasten sind von der Tiroler Bauordnung ausgenommen, die Nachbarn haben deshalb auch keine Parteistellung. Dennoch pochen sie auf eine Alternativlösung: „Der Mast soll mindestens 500 Meter von den Häusern entfernt sein.“

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Danke für Ihr Verständnis.

rebuh
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der mast soll mindestens 500 meter,

oder auf MEINEM grund stehen.

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