Am Anfang stand die Idee. So ähnlich kann man die Geschichte der Sägebox von Leonhard Unterrainer, Geschäftsführer der Firma Holzbau Unterrainer, beginnen. Als die Holzpreise 2021 in die Höhe schnellten, blieben Lieferungen aus, Lieferanten konnten anderweitig bessere Preise erzielen. Und so begann Unterrainer nachzudenken über sein ganz eigenes Sägewerk. "Klein, kompakt und mit wenig Platzbedarf" sollte es sein, formulierte der Holzbaumeister seine Anforderungen. All das, was man über ein herkömmliches Sägewerk nicht behaupten kann. Ein solches benötigt gut und gerne zwei Hektar. "Da kommt man fast zum Fürchten bei der Größe. Das ist maschinenintensiv, wartungsintensiv und die Stämme müssen zuerst gelagert und dann zwischen Stationen hin- und hergeliefert werden." Für ihn war klar: Mit automatisierter Technik möchte er den Baum möglichst an einer Stelle bearbeiten, ohne Transport und ohne Lagerung. "Das Ziel ist es, dass der Stamm direkt vom Lkw heruntergenommen und bearbeitet wird." Das bedeutete eine Menge Tüftelei. In Kooperation mit der Deferegger Firma Unterlercher-Maschinenbau begann er zu konzipieren.