Nach Wolfsattacken in OsttirolWolf scheuchte Schafe ins Lesachtal

Von den 65 vermissten Schafen der Lavanter Bauern sind 36 wieder aufgetaucht, und zwar im Lesachtal auf der Tscheltscheralm.

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Schafbauer Hansi Hanser hat mit Sohn Markus vor vierzehn Tagen seine Schafe abgetrieben © KK/Privat
 

"Um unsere Schafe zu schützen, werden wir 2021 nicht mehr auf die Lavanter Alm treiben. Dann werden die Almen wohl verwildern", sagt Hansi Hanser. Der Schreck bei den Bauern sitzt tief, denn von den insgesamt 196 Schafen, die vor 14 Tagen wieder heimgetrieben hätten werden sollten, waren 65 nicht mehr aufzufinden, 20 waren tot.

Ein Gemetzel, das dem Jagdtrieb des Wolfs zugeschrieben wurde. „In den vergangenen Jahren hatten wir kaum Ausfälle. Aber das, was sich heuer abgespielt hat, glich einer Hinrichtung. Einige Schafe hatten einen Luftröhrenbiss, wir mussten sie erlösen“, schildert der Landwirt. Seit Dienstag liegt die DNA-Analyse vor, die bestätigt, dass zumindest ein Schafriss in Lavant auf das Konto eines Wolfes geht, der einer italienischen Population zugeordnet wird.
Die Hoffnung aufgeben, einige der abgängigen Schafe noch heil aufzufinden, wollen die Bauern noch nicht. Über viele Tage hinweg hätten sie Ausschau nach ihren vermissten Schafen gehalten.

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