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Virgen

Sechs Millionen Euro für die Zähmung des Firschnitzbaches

Der Firschnitzbach in Virgen wird um sechs Millionen Euro verbaut. Bundesminister Andrä Rupprechter kam zur Grundsteinlegung. Klagen des Bürgermeisters gingen ins Leere.

Andrä Rupprechter, Josef Geisler und Dietmar Ruggenthaler (von links) bei der Grundsteinlegung in Virgen © Michael Egger
 

Ein Video zeigt das 2012 von der Mure zerstörte Virgen, dazu dramatische Musik: So wurde der Lebensminister Andrä Rupprechter (ÖVP) in Virgen empfangen. Er kam zur Grundsteinlegung des Projekts „Firschnitzbach“, welches von der Wildbach- und Lawinenverbauung durchgeführt wird. Hauptteil des sechs Millionen Euro schweren Verbauungsprojekts ist die große Geschiebedosiersperre und der Lawinenleitdamm.

 

Die Bauarbeiten sind bereits fortgeschritten Foto © Michael Egger

Rund 62 Prozent der Kosten übernimmt der Bund, 22 das Land, zehn die Gemeinde und sechs die Landesstraßenverwaltung. 67 Wohngebäude, eine Schule, ein Gasthaus, das Feuerwehr- und das Gemeindehaus sollen durch die Maßnahmen künftig vor Muren und Lawinen geschützt werden. Ein Projekt, das den Dorfbewohnern die Angst vor einer erneuten Katastrophe nehmen soll.

„Wenn bei uns in der Nacht die Sirene geht, sind die Leute noch immer traumatisiert und haben Angst“, beschreibt Bürgermeister Dietmar Ruggenthaler die Gefühlslage im Dorf. Von den Investitionen überzeugt ist nicht nur das Gemeindeoberhaupt, sondern auch Rupprechter: „Der Schutz der Bevölkerung muss immer an erster Stelle stehen.“ Ähnlich sieht das auch der für die Sicherheit zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler (ÖVP): „Wir bauen weiter aus. Wir leben in einem Zeitalter, wo Naturgefahren nicht weniger werden, sondern mehr.“

Auch die Bauarbeiter waren mit dabei Foto © Michael Egger

Symbolisch gaben die Politiker eine Zeitkapsel in die Mauern der neuen Sperre. Darin zu finden sind Pläne und aktuelle Zeitungen sowie die Spende des Ministers: Ein Schlüsselanhänger mit Muttergottes-Motiv.

Keine Reaktion

Abseits des eigentlichen Themas ging es in Virgen einmal mehr um die Natura 2000-Ausweisung der Isel. Ruggenthaler wollte den Besuch des Ministers nutzen, um auf seinen Unmut aufmerksam zu machen. Das Verständnis der ÖVP-Granden fiel aber spärlich aus. Geisler ging gar nicht auf die Thematik ein, Rupprechter verwies darauf, dass er nicht zuständig sei: „Der Landtag und die Landesregierung haben souveräne Entscheidungen getroffen.“

Michael Egger

Kommentare (1)

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jahcity
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Das natura 2000

brauchen wir echt nicht mehr. Die neue Novelle der EU zu den Wasserrahmenrichtlinien ermöglicht in Zukunft zu 100 % kein einziges neues Kraftwerk mehr in Osttirol. Danke EU!!!!

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