Silvester Wolsegger war nicht begeistert, als ihm klar wurde, dass die Auflösung der Verkehrseinheit via Medium an die Osttiroler gebracht wird. Sein Verständnis für eine derartige Information war gering. Über die Gründe darf gerätselt werden. Vielleicht will Wolsegger nicht, dass die Osttiroler um das Ende der scharfen Kontrollen zwischen Felbertauern und Nikolsdorf wissen. Das kann man Strategie nennen. Vielleicht will er auch nicht, dass Verbindungen zwischen der Eliminierung der Verkehrseinheit und dem Verhalten eines Beamten dieser Einheit hergestellt werden. Das kann man Naivität nennen.
Was frech klingt, ist leicht zu erklären, hat sich doch der Polizeichef selbst enttarnt. Den Sinn der Strukturbereinigung konnte er nicht glaubhaft definieren. Doch den Vogel schießt Wolsegger ab, wenn er meint, dass die eigens geschulten Verkehrspolizisten neigungskonform eingesetzt wurden. Davon sind sie wohl weit weg: Die Arbeit, die sie jetzt machen, nennt man normalen Postendienst.
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