Die Analyse der Wirtschaftskammerwahlen in Tirol gleicht der Ansicht, ob ein Glas halbleer oder halbvoll ist. Dieser Zwiespalt entsteht einerseits aus einer abgelaufenen Funktionsperiode, die an Brisanz kaum zu überbieten ist. Er liegt andererseits an den damit verbundenen Personen. Als vor fünf Jahren der Wirtschaftsbund (WB) seinen Wahlsieg feierte, geschah dies parallel zu konkreten Warnungen vor Corona in Ischgl. Das Jubelfoto von Kammerpräsident Christoph Walser und WB-Obmann Franz Hörl bleibt so unvergessen wie jene Aussagen, die beide in den folgenden Wochen bundesweit bis international berüchtigt machten. Daneben spielte die tourismusgetriebene Tiroler Wirtschaftskammer (WK) – vorsichtig ausgedrückt – eine unglückliche Rolle in der Pandemiephase.
Der Plaikner
Miss Wirtschaft: Nach der Wahl wartet Hörl
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