Traditionell geht es bei Gemeinderatssitzungen in Matrei hitziger zu als in anderen Osttiroler Gemeinden, so manche Zusammenkunft unter Altbürgermeister Andreas Köll ging in die Annalen ein. Bei der jüngsten Sitzung vor wenigen Tagen hielten sich die Gemüter – abgesehen von einem kleinen Disput rund um das Gemeindetaxi „Maxi“ – zumeist in Zaum, ehe es auf Mitternacht zuging und die Emotionen doch noch hochkochten. Dabei war der Anlass grundsätzlich ein freudiger: Finanzkämmerer Michael Rainer präsentierte den Rechnungsabschluss 2024, den er selbst „historisch“ nannte. War die Gemeinde im Iseltal vor drei Jahren nur noch einen Fußbreit von der Pleite entfernt, ist sie nun wieder durchaus gut bei Kasse.
Gemeinderatssitzung
Plötzlich reich? Matrei hat wieder Geld auf dem Konto
Die schlingernde Marktgemeinde konnte ihre Schulden um fast zehn Millionen Euro verringern, die Konten sind um über eine Million im Plus. Opposition verweigerte dennoch Zustimmung zum Rechnungsabschluss.
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