Es sei zwar eine Herausforderung und bestimmt eine Lebensaufgabe, das traditionsreiche Familienunternehmen Gribelehof weiterzuführen, weiß die 25-jährige Hotelkauffrau Leonie Stotter aus Lienz. „Aber ich bin leidenschaftlich gerne Gastgeberin und fühle mich noch dazu unserem Haus ganz stark verbunden. Es ist eine Ehre für mich, den Betrieb, den Generationen meiner Familie mit so viel Herzblut entwickelt haben, erfolgreich in die Zukunft zu begleiten. Mit meiner Mama Margit arbeite ich sehr gut zusammen. Wir sind ein super Team.“

Schon im Kindesalter sammelte die angehende Gribelehof-Gastwirtin beim Eisverkauf auf der Terrasse erste Erfahrungen, gemeinsam mit ihrer Schwester Sophie, die fünf Jahre jünger und ebenfalls im Gastgewerbe tätig ist. Derzeit auf Saison, wird Sophie im Sommer wieder im Familienbetrieb mithelfen. „Unsere Mama hat uns immer gesagt: Wenn ihr möchtet, könnt ihr bei uns mitarbeiten. Ihr dürft aber auch etwas anderes machen, wenn euch das lieber ist.“

Die Schwestern Sophie und Leonie Stotter arbeiten gut und gerne zusammen
Die Schwestern Sophie und Leonie Stotter arbeiten gut und gerne zusammen © KK/Privat

Aus der Landwirtschaftlichen Schule zur Hotelkauffrau

Nach dreijähriger Schulzeit in der Landwirtschaftlichen Lehranstalt in Lienz, die sie mit dem Facharbeiter abschloss, absolvierte Leonie Stotter den ersten angebotenen Pilot-Lehrgang zur Hotelkauffrau im Gradonna in Kals. Vor zwei Jahren kehrte die junge Frau dann in den eigenen Familienbetrieb zurück und kümmert sich seither um das Service, die Gästebetreuung und die Rezeption. „Am meisten mag ich den Kontakt zu den Leuten, das habe ich im Büro schnell gemerkt“, erklärt die Hotelkauffrau. „Ob persönlich oder am Telefon: Mir ist wichtig dahingehend gut zu beraten, dass jeder Gast das Angebot bekommt, das am besten seinen Bedürfnissen entspricht. Dann sind die Leute rundum zufrieden, und ich bin es natürlich auch.“

Der Gribelehof ist ein Dreisterne-Hotel mit À-la-carte-Restaurant und 20 Zimmern. Fünf davon sind als Ferienwohnungen verfügbar. Sehr beliebt ist der auf einer Anhöhe im Westen über der Stadt gelegene Gasthof auch bei den Einheimischen, vor allem wegen der sonnigen Gastterrasse, der Hauskapelle und dem großen Kinderspielplatz. Rund zehn Mitarbeiter sind im Sommer beschäftigt, im Winter etwas weniger. „Vor allem ist uns der Bezug zu unserer Heimat sehr wichtig“, verdeutlicht Stotter. „Deshalb gibt es bei uns das Osttirol Frühstück, außerdem gehören wir zum Verein der Privatzimmervermieter, zum Verein des Tiroler Wirtshauses und sind ein Osttiroler-Herzlichkeit-Betrieb. Wer seinen Urlaub in Osttirol genießen möchte, kommt am besten zu uns.“