SpittalAnrainer sehen sich nach Straßensanierung zum Falschparken gezwungen

Ein neues Parkverbot überrumpelt die Bewohner der Hangstraße. Durch überbreite Gehsteige fehlen nun die Abstellmöglichkeiten. Nicht nur die Strafzettelflut regt auf.

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Die Anrainer Andrea Nestler, Peter Mörtl und Gärtner Klaus Unteregger fordern eine Lösung. Die Hangstraße ist mittlerweile quasi autofrei. Zuvor gab es reihenweise Parkstrafen © Alexander Tengg
 

Der Straßenbelag in der Hangstraße in Spittal ist makellos, schließlich wurden dort erst kürzlich die Asphaltierungsarbeiten abgeschlossen. Allein die völlig neue Parksituation sorgt für Empörung. "Jahrzehntelang haben wir hier geparkt. Jetzt werden der Reihe nach Strafzettel verteilt. Fakt ist, dass die Leute verzweifelt sind, weil sie keinen Parkplatz finden", schildert Peter Mörtl. Im Zuge der Sanierung wurde nicht nur die Straße erneuert, sondern der Gehweg auf zweieinhalb Meter verbreitert. Weil die Hangstraße nicht als Einbahn geführt wird, muss bei parkenden Autos am Straßenrand die übrige Fahrbahnbreite  mindestens 5,2 Meter betragen. Ebendies ist aber nicht mehr der Fall.

Kommentare (10)
richeseb
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Hinteregger und Staudacher persönlich verantwortlich!

Hinteregger zeigt im Interview, dass sie das neue Verkehrskonzept (VEK) gar nicht gelesen hat. Dort steht nichts von Maßnahmen in der Hangstraße! Staudacher spricht noch dazu von Kosten von 250.000€ für die VEK - Umsetzung, obwohl diese unüberlegte Baumaßnahme nichts damit zu tun hat! Die müsste er wohl deshalb aus eigener Tasche zahlen! In der 10. Oktober- und Tirolerstraße wird das VEK negiert, obwohl hier die Umsetzung im Zuge der Sanierung notwendig und kostengünstig wäre. So ein planloses Agieren auf Zuruf ist abzulehnen, die Verantwortlichen sind zur Rechenschaft zu ziehen und das 80.000 € teure und von allen Parteien beschlossene VEK ist zu lesen und umzusetzen! Ein verärgerter Bürger.

ErichGolger
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VEK heißt nicht Verkehrskonzept sondern "Verkehrsentwicklungskonzept"


Das heißt nichts anderes, als dass es noch kein Verkehrskonzept gibt, sondern und wenn überhaupt, nur ein Entwicklungskonzept für ein zukünftiges Verkehrskonzept.

Im Prinzip ist das VEK ein Garant für weiteres Nichtstun.

Verkehrskonzepte, auch Konzepte zur schrittweisen Umsetzung von zielführenden Maßnahmen wurden bisher von der Spittaler Politik erfolgreich schubladisiert. Die heutige Misere ist der Erfolg des langjährigen politischen Versagens.

Ein Masterplan für die schrittweise Umsetzung der Verkehrsentflechtung in der Stadtgemeinde Spittal an der Drau wurde auch von mir veröffentlicht und auch den Verantwortlichen vorgestellt und erläutert - und schubladisiert...

richeseb
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Konzept als Grundlage für Detailplanung

Sie haben schon Recht, auch das neueste VEK landet in der Schublade und es wird konzeptlos weiter gebaut. Das kommt im Endeffekt viel teurer, als man nützt die kanalbedingt notwendige Sanierung für Umsetzungsmaßnahmen des VEK. Man hat mit der Sanierung der Tirolerstraße gewartet, bis eine Detailplanung kommt, die den steigenden Rad- und Fußgängeranteil berücksichtigt, nichts ist passiert, jetzt wird einfach die Straßendecke erneuert, ohne z.B. Gefahrenstellen für Radfahrer zu beseitigen. Wer ist dafür verantwortlich? Wer zahlt die Mehrkosten bei nachträglichen Änderungen?

ErichGolger
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Und in der 10.-Oktober-Straße

wurde jetzt auf die ersten hundert oder zweihundert Meter die Straße neu asphaltiert und auf die ganze Länge der nördliche Gehsteig.

Sehen Sie sich das einmal genau an: nicht einmal die Randsteine wurden neu gesetzt!

Also ein Pfusch ersten Ranges. Da drängt sich die Frage auf, ob da nicht Amtsmissbrauch gesehen werden könnte?

richeseb
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Es wäre ein geringer Aufwand gewesen,

in der 10. OKT.Str. den von Str. Eder begonnenen Radweg fertig zu stellen und bis zum Neuen Platz durchzuziehen. Den SchülerInnen wird es so unmöglich gemacht, gefahrlos in die Schule zu radeln.
Ich spreche da weniger von Amtsmissbrauch, als von der Unfähigkeit, rechtzeitig zu planen, Geldmittel dafür vom Bund auszuschöpfen und eine zukunftsfähige Verkehrsentwicklung für Spittal einzuleiten, bei der nicht alles dem Autoverkehr untergeordnet ist! Man muss sich fragen, ob da wohl die richtigen Damen und Herren die politischen Positionen besetzen? Für den Neubau von Garagen nimmt man 400.000 € Kredit auf, für Radwege gäbe es heuer noch bis zu 100% Förderung vom Bund! Da zieht die Ausrede von den fehlenden Geldmitteln überhaupt nicht!

ErichGolger
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im Dezember 2006

.

nemo4
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Das ist natürlich...

...eine Schildbürgeraktion erster Klasse die Gehsteige so zu verbreitern (wo eh kaum jemand geht und nicht viel Verkehr ist) , dass dort niemand mehr parken kann.
Mein Rat wäre die Hangstraße und Seitenstraßen als Einbahnsystem zu führen womit man dann ohne großen Aufwand wieder ausreichend Parkplätze für Anrainer, Gäste und Kunden hätte (aber bitte ohne blaue Zone).

wollanig
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Wie breit

Ist die Fahrbahn tatsächlich?

wollanig
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Ist sie

unter 5,2 Meter breit gilt sie rechtlich nicht als Straße mit Gegenverkehr weil die Voraussetzungen fehlen. Dann würden 2,6 Meter Restbreite beim Parken reichen.

gradnitzerwalter
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Ist sie schon…

… so lange halt niemand parkt.