SommergesprächGerhard Hohenwarter: "40 Hitzetage könnten die Regel werden"

Meteorologe und Bergwanderführer Gerhard Hohenwarter über Wetterextreme, seinen Zugang zur Klimakrise und das Unikat unter den Gebirgsgletschern.

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Wetter und Klima beschäftigen Gerhard Hohenwarter täglich © Alexander Tengg
 

Unvorstellbare Temperaturrekorde in Kanada mit fast 50 Grad vor wenigen Wochen zogen hunderte Hitzetote nach sich. Das Ende der "Klimawandel-Leugner"?
GERHARD HOHENWARTER:
Leider nein. Das Problem sitzt tiefer, weil auch an der Führungsspitze das Bewusstsein noch nicht angekommen ist, dass wir jetzt handeln müssen. Die türkise Bundesregierung kommuniziert weiter, dass sich die Menschen nicht verändern müssen und alles die Technologie schafft. Das ist fernab der Realität. Studien dazu zeigen, dass es ohne Umstellung der Gewohnheiten nicht gehen wird. Kleine Stellschrauben reichen im Kampf gegen den Klimawandel schon lange nicht mehr. Und noch eines: Wer Straßen baut, wird Verkehr ernten – eine der Hauptursachen des CO2. Hinzu kommt die Bodenversiegelung an den Stadträndern, wo die Frischluftzufuhr in Folge aufgeheizt wird. Ein klimapolitischer Wahnsinn. Ich würde mir den Mut zur Veränderung wünschen.

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