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MillstattBürger fordern Aufhebung des Rodungsbescheids für Bauprojekt

Die Rodung eines 2,5 Hektar großen Waldes in Millstatt verärgert Bürger. Grüne-Mandatarin kritisiert die „Nicht-Einhaltung des Forstgesetzes“. Diesen Vorwurf weist die BH zurück.

© (c) Willi PLeschberger
 

Freitagabend machte eine Gruppe Millstätter Bürger ihrem Ärger Luft. Eine, ihrer Meinung nach, überfallsartig durchgeführte Rodung von 2,5 Hektar Wald im Ortsteil Lechnerschaft, lieferte den Anstoß, sich zur Bürgerinitiative „Lebensraum Millstatt“ zu formieren. Brisant wurde der als Presseinformation mit acht Personen geplante Termin, als sich Immobilienentwickler Manfred Siller vor Ort ein Bild machte und Anzeige erstattete. Er nahm rund 20 Personen mit Transparenten wahr, was für ihn einer unangemeldeten Versammlung gleichkam.
Bei einer hitzigen Diskussion vor Ort – in Anwesenheit von Polizisten – wies Siller darauf hin, dass er in Millstatt Werte geschaffen habe und nichts mache, was nicht rechtens sei. Wie berichtet, plant Siller auf dem gerodeten Areal ein Großvorhaben mit Hotel, Schiffswerft, Geschäftsflächen, aber auch rund 30 leistbaren Mietwohnungen.

Dieses gerodete Grundstück in Millstatt ruft bei Anrainern und Bürgern Ärger hervor Foto © WILLI PLESCHBERGER

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Hingeschaut18
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Die stv. Bezirkshauptfrau ist lustig ...

... sie sagt: "Die Gemeinde hätte die Möglichkeit gehabt, ein Rechtsmittel zu ergreifen." Liebe Frau Carmen Oberlerchner, das Forstgesetz sieht KEINE Parteistellung für die Gemeinde vor!
(Ich frage mich langsam, ob in der BH Spittal die Gesetze, nach denen gearbeitet werden sollte, überhaupt gelesen werden?)

ronny999
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Dies muss man

sich schon fragen, wie es möglich ist eine Rodungsbewilligung für Bauland zu erhalten, wenn eine Baulandwidmung nicht vorliegt bzw. auch nicht zuerwarten ist? Nunmehr sagt die BH Spittal, dass es einen Wiederaufforstungsbescheid geben wird, wenn es zum Jahresende noch nicht Bauland ist. Ich würde den Rodungsbescheid wegen Amtsmissbrauchs mit einer Anzeige bei der Korruptionstaatsanwaltschaft prüfen lassen.

Hingeschaut18
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In einer Demokratie ...

... haben Menschen das Recht, sich auf einer öffentlichen Straße, noch dazu am Rande von Nirgendwo, zu treffen. Mir ist schleierhaft, wo Herr Siller da ein Problem hat. Alles, was er mit seiner Anzeige erreicht, ist noch viel mehr Aufmerksamkeit für die neue Bürgerinitiative Lebensraum Millstatt.

joschi41
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Frist

Ich nehme einmal an, das alles rechtens und der Bescheid befristet ist. Der Bauwerber wird alle Hände voll zu tun haben, um eine Baubewilligung zustande zu bringen. Es zeichnet sich ein endloses Verfahren ab, weil es Einsprüche , Fristverlängerungen etc. geben wird. Nur: Dass der Rodungsbescheid aufgehoben wird, das wird es nicht spielen.

vitriol74
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Wie man liest

doch!