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GitschtalKritik an Jagderlaubnis in der Schonzeit

Sturmschäden, die 2017 auf 600 Hektar Wald in Gitschtal entstanden sind, führten zu einer Wildfreihaltezone. Das heißt, dass während der Schonzeit gejagt werden kann, damit Verbissschäden auf wiederaufgeforsteten Flächen vermindert werden. Die Jägerschaft findet die Verordnung des Landes „höchst bedenklich“.

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THEMENBILD:  WAFFEN / JAGD
Jagderlaubnis in der Schonzeit regt auf © (c) APA/BARBARA GINDL (BARBARA GINDL)
 

Empört wandte sich der Hermagorer Tierarzt Thomas Waysocher an die Kleine Zeitung. Im Gitschtal soll während der Schonzeit gejagt werden. „Auf behördliche Anordnung muss in der Wildfreihaltezone Gitschtal in einem Bereich von 1100 Hektar jedes männliche Schalenwild, das heißt jeder Hirsch, jeder Gamsbock, jeder Rehbock und jedes Schmaltier, jedes Kalb, jedes Gams- und Rehkitz unverzüglich in der Schonzeit erlegt werden. In dieser Notzeit des Winters verursacht jede Beunruhigung Stress und Leiden der Wildtiere, die ums Überleben kämpfen“, schreibt Waysocher in einem Leserbrief. Die Wildtiere würden dadurch verstärkt in abgelegene Bereiche gedrängt werden, wo sie wenig zu fressen finden und dadurch Schäden an Bäumen und Kulturen verursachen. Er ist der Meinung, dass eine Wildfreihaltezone ohne gleichzeitiger Schaffung einer Wildruhezone, das Auftreten von weiteren Schäden begünstigen würde. „Natürlich muss das Wild in unserer Kulturlandschaft zum Schutz des Waldes reguliert werden, aber nicht in der Schonzeit“, kritisiert der Tierarzt.

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