Ein besonderes Jubiläum gab es kürzlich in der Blutspendezentrale des Roten Kreuzes in Klagenfurt: Georg Berger aus Rattendorf und sein Bruder Martin Berger aus Weißbriach spendeten jeweils zum 100. Mal Blut. Begonnen hat alles in den 1970er-Jahren beim Bundesheer – damals noch mit einem zusätzlichen freien Tag als Anreiz. Was als praktische Gelegenheit begann, wurde für beide Brüder im Laufe der Jahre zu einer echten Herzensangelegenheit.
Martin Berger begann mit etwa 30 Jahren regelmäßig zu spenden. Neben seinem ehrenamtlichen Engagement bei der Bergrettung über 25 Jahre und mehr als 50 Jahren bei der Feuerwehr war auch die Blutspende für ihn eine Selbstverständlichkeit. Als er die 50. Spende erreichte, stand für ihn fest: „Die 100 möchte ich auch noch schaffen.“ Seine größte Motivation sei jedoch immer gewesen, anderen Menschen helfen zu können. Sein Appell: Junge Menschen sollten sich unbedingt regelmäßig Zeit nehmen, um Blut zu spenden – auch wenn es nicht gleich 100 Spenden werden müssen.
Ein gemeinsamer Meilenstein
Auch Georg Berger kennt aus seinem Berufsleben, wie wichtig Blutspenden sind. Als Polizist war er immer wieder mit schweren Unfällen konfrontiert, bei denen Blutkonserven dringend benötigt wurden. Besonders in Erinnerung blieb ihm ein nächtlicher Anruf mit der Bitte um eine Blutspende – er machte sich sofort auf den Weg ins Krankenhaus. „Da habe ich mir gedacht: Ich muss so oft spenden, wie es nur geht“, erzählt er. Sein Appell: Blutspenden sei gerade auch im Hinblick auf mögliche Großschadensereignisse oder Naturkatastrophen besonders wichtig.
Die beiden Brüder hatten über die Jahre sogar eine kleine Wette laufen, wer zuerst die 100 Blutspenden erreicht. Am Ende entschieden sie sich jedoch bewusst, diesen besonderen Meilenstein gemeinsam zu feiern.