Viele Jahre lang sammelte ein Kleine Zeitung-Leser aus dem Gailtal die Kunststoffstöpsel von beispielsweise Cola- und Saftflaschen. Diese übergab er anschließend an das Rote Kreuz Hermagor. „Aber vor kurzem habe ich erfahren, dass Kunststoffstöpsel dort nicht mehr angenommen beziehungsweise akzeptiert werden“, teilt der Kötschach-Mauthener verwundert mit.
Auf Anfrage heißt es von der Marketingabteilung des Roten Kreuzes: „Die im Bezirk Hermagor gesammelten Kunststoffstöpsel wurden von uns im Rahmen einer reinen Unterstützungsleistung an einen karitativ tätigen Verein in Unterkärnten weitergegeben. Das Rote Kreuz hatte dabei keine eigene organisatorische oder wirtschaftliche Verwertung der Kunststoffkapseln.“ Da die Verschlüsse vom unterstützten Verein seit einiger Zeit jedoch nicht mehr angenommen wurden, wurde diese Sammelaktion seitens des Roten Kreuzes nicht mehr durchgeführt. Hinzu kamen die sich zuletzt wesentlich geänderten Rahmenbedingungen, die ebenfalls das Aus der Sammelaktion herbeiführten. Seit 3. Juli 2024 müssen Kunststoffverschlüsse nämlich an Einwegflaschen bis drei Liter fest mit der Flasche verbunden sein, zudem wurde mit 1. Jänner 2025 das österreichweite Einweg-Pfandsystem für Plastikflaschen und Getränkedosen eingeführt.
Keine konkreten Daten vorhanden
Zur Abgabefrequenz könne man ebenfalls keine genauen Angaben machen, da diese nicht gesondert dokumentiert wurde. „Die Sammlung erfolgte im Rahmen einer freiwilligen Unterstützung für einen karitativen Zweck und hatte an sich nichts mit dem Roten Kreuz zu tun, wir haben nur den Transport übernommen beziehungsweise fungierten als Abgabestelle.“