"Man muss nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen, um seinen Glauben zu leben, man kann und soll auch außerhalb Gutes tun", stellt Helene Joham mit einem Lächeln fest. Die Wolfsbergerin hält sich daran und ist seit Jahren in diversen ehrenamtlichen Tätigkeiten aktiv tätig. "Menschen in den verschiedensten Lebenslagen zu helfen, ist meine Berufung. Ich bin gerne für andere da", sagt die 64-Jährige, die mit ihrer offenen Art gerne auf Menschen zugeht.

Hilfe in allen Lebenslagen

Derzeit versucht Joham im sozialen Arbeitskreis (SAK) der Stadtpfarre Wolfsberg die Not der Menschen zu lindern. Ihr Ehemann Hubert engagiert sich dort ebenfalls seit mehr als zehn Jahren. Die SAK-Arbeit sei vielseitig. "Durch den Pfarrkaffee sammeln wir zum Beispiel Spenden, die dann Menschen in der Gemeinschaft zugutekommen", berichtet die vierfache Großmutter. Mit diesen Geldern werden ferner Lebensmittelpakete finanziert. "In einem solchen Paket stecken Grundnahrungsmittel, die noch etwa eine Woche lang gegessen werden können", erklärt Joham, die beruflich als Pflegehelferin gearbeitet hat. Des Weiteren unterstütze die Lavanttalerin, die auch ehrenamtlich als Sterbebegleiterin arbeitet, bei Behördengängen, Wohnungssuche oder Rückzahlungen.

"In schwierigen Lebenslagen tun aufmunternde Worte besonders gut", sagt Joham. Ohne den Einsatz des gesamten Teams und des Stadtpfarrers Christoph Kranitzky wäre es aber nicht möglich, den sozial Bedürftigen zu helfen. Zusätzlich steht die Mutter zweier erwachsener Töchter im Dienst des Vereins Ehrenamt sowie des Hospiz-Teams Oberes Lavanttal. Des Weiteren war Joham mehr als 15 Jahre lang beim Roten Kreuz. Mitunter als Bezirkskoordinatorin der freiwilligen Sozialbegleitung. Für ihren Einsatz erhielt sie das Verdienstabzeichen in Bronze des Roten Kreuzes.

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