So viel ist sicher: In Zeiten von E-Mails, Facebook, SMS, WhatsApp und Twitter hat die gute, alte Briefmarke beinahe ausgedient. Zeit, um zum Postamt zu gehen und um einen Brief samt Briefmarke zu verschicken, hat fast keiner mehr. Ebenso sicher ist aber auch, dass einem dabei sehr viel entgehen kann, weiß Otto Poms aus Frantschach-St. Gertraud: "Aus Briefmarken kann man viel Weiterbildung erfahren, und zwar in allen Bereichen, wie Kunst, Kultur oder Sport. Wenn man sich damit näher beschäftigt, lernt man auch viel Geschichte." Er muss es wissen, sammelt der 79-Jährige doch seit dem Volksschulalter Briefmarken und ist seit genau 50 Jahren ohne Unterbrechung Obmann des einzigen Briefmarkensammlervereins des Lavanttals, jenem in Frantschach-St. Gertraud. Und genau dieser begeht am Samstag auch sein 50. Jubiläum - mit einer internen Feier und mit dem Partnerschaftsverein aus Deutschlandsberg. Obwohl morgen rund 60 Mitglieder, die der Verein heute zählt, mitfeiern werden, waren die Anfänge recht bescheiden. Vier Gründungsmitglieder, darunter Otto Poms, riefen 1964 eine Sektion des Briefmarkensammlervereins Klagenfurt in Frantschach-St. Gertraud ins Leben. "Der Anfang war nicht leicht, aber Idealismus, Zusammengehörigkeit und das Verfolgen der selben Ideen brachten dem Verein innerhalb von zehn Jahren 20 Mitglieder", sagt Poms. Nach zehn Jahren wurde auch die erste Ausstellung im Werkssaal der Papierfabrik abgehalten.
Viel Geschichte im Mini-Format
Der einzige Briefmarkensammlerverein im Tal begeht morgen das 50. Jubiläum. Aber nicht nur der Verein selbst, sondern auch Obmann Otto Poms aus Frantschach-St. Gertraud.
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