Der begehrte Titel Schinkenkaiser 2026 ging in diesem Jahr an Matthias Seifried aus St. Georgen im Lavanttal. Mit seinen Produkten konnte der junge Landwirt sowohl die Besucherinnen und Besucher als auch die Jury in Bleiburg/Pliberk gleichermaßen überzeugen.

Der 26-Jährige führt den Gramitscherhof bereits in fünfter Generation und setzt dabei bewusst auf regionale Qualität, Tierwohl und traditionelle Verarbeitung. „Vor fünf Jahren haben wir mit der Direktvermarktung begonnen“, berichtet Seifried. Im Jahr 2021 übernahm er schließlich den Hof von seinem Großvater, der heute bereits 90 Jahre alt ist und noch immer als „Chef“ gilt.

Vom Schlosser zum Schinkenkaiser

Gemeinsam mit vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erledigt Seifried sämtliche Arbeitsschritte selbst. Der Betrieb ist nicht nur landwirtschaftlich tätig, sondern auch als Fleischerbetrieb registriert. Ursprünglich hat Seifried zwar den Beruf des Schlossers gelernt, doch das Handwerk des Fleischers erlernte er im eigenen Betrieb. Der Hof bewirtschaftet rund 30 Hektar Fläche, davon etwa 12 Hektar Eigenfläche sowie zusätzliche Pachtflächen. Ein besonderes Augenmerk legt der junge Landwirt auf das Wohl seiner Tiere: „Man muss gut auf die Tiere schauen und ihnen schönes, trockenes Futter geben“, erklärt Seifried.

Das Geheimnis seines ausgezeichneten Schinkens liegt in einer über 40 Jahre alten Familienrezeptur. Gewürzt wird traditionell mit klassischen Zutaten wie Salz, Pfeffer und Knoblauch, doch nicht alle Details der Rezeptur werden verraten. Seine Produkte vermarktet Seifried seit rund fünf Jahren direkt, unter anderem auch am Bauernmarkt in Völkermarkt. Viele Kundinnen und Kunden sind inzwischen Stammgäste geworden. „Ich bin froh, wenn die Kunden zufrieden sind und unsere Produkte schätzen“, sagt der Landwirt. Dass er schließlich zum Schinkenkaiser gekürt wurde, kam für ihn überraschend: „Ich habe mich angemeldet und bin Schinkenkaiser geworden, was mich sehr freut und eine große Ehre ist.“

Die weiteren Ränge

Den zweiten Platz belegte Klaus Tschaitschmann, Rang drei ging an Anna Jamnig aus Völkermarkt. Organisiert wurde die Wahl erneut von Stefan Breznik und Adrian Mandl, die für einen reibungslosen Ablauf dieses besonderen Festes sorgten. Gemeinsam mit Bürgermeister Daniel Wrießnig (ÖVP) bedankten sie sich bei allen Beteiligten und zeigten sich erfreut über die großartige Stimmung beim Fest sowie über die gelungene Veranstaltung. Für Matthias Seifried steht fest: Die Produkte sollen auch künftig nach alter Tradition weiterentwickelt werden. Unterstützung bekommt er dabei auch von seiner Familie, unter anderem von seinem Bruder, der neben seinem Studium im Betrieb mithilft.