„Hunderte Nachrichten gaben mir nach der Diagnose Kraft“

Im März bekam der Wolfsberger Bürgermeister Hannes Primus (SPÖ) eine niederschmetternde Diagnose: Er leidet an einer seltenen Blutkrankheit und musste sich einer Knochenmark-Transplantation und einer Chemotherapie unterziehen. „Nur vier von 100.000 Leuten trifft diese seltene Krankheit, die nicht vererbbar ist. Ich hatte Pech, das zu bekommen und es war ein Zufallsbefund. Eine Knochenmarktransplantation war meine einzige Chance“, so Hannes Primus, im Sommergespräch mit der Kleinen Zeitung. Seine Schwester Dani kam zu 100 Prozent als Spenderin in Frage.

Wolfsberger Bürgermeister Hannes Primus
Wolfsberger Bürgermeister Hannes Primus © KLZ / Pressefoto Emhofer

Administrator vom Stift St. Paul trat zurück

Mit 6. Mai 2024 legte der bisherige Administrator des Benediktinerstiftes St. Paul im Lavanttal, Pater Marian Kollmann, aus persönlichen Gründen sein Amt als Oberer des Klosters zurück. Johannes Perkmann, Abtpräses der österreichischen Benediktinerkongregation, hat nach Anhörung seines Rates den Rücktritt angenommen. Kollmann: „Ich habe die Leitung des Stiftes in einer herausfordernden Zeit übernommen. Die Corona-Pandemie sowie Sturmschäden an den Kirchen- und Klostergebäuden, die aktuelle Wirtschaftskrise und eine schwierige personelle Situation haben mich sehr gefordert. Im Herbst werde ich mir eine mehrmonatige Auszeit in einem anderen Kloster unserer Kongregation nehmen.“

Stift St. Paul Administrator Pater Marian Kollmann
Pater Marian Kollmann © Helmuth Weichselbraun

30-Jährige übernimmt Lavanttaler Familienbetrieb in 14. Generation

„Es verlangt viel Herzblut, ein solches Unternehmen weiterzuführen“, erzählte Lisa-Marie Müller. Die 30-Jährige hat in 14. Generation die Geschäftsleitung des Himmelberger Zeughammerwerks Leonhard Müller & Söhne GmbH“ in Zellach bei Frantschach-St. Gertraud übernommen. 1675 wurde der Betrieb erstmals urkundlich erwähnt. Damals stellte Peter Müller in Steindorf im Bezirk Murau in der Steiermark als Zeug- und Hackenschmied Hacken, Pickel, Hauen und Keile her. Nach einigen Standortwechseln ist der Betrieb seit 1918 im Lavanttal beheimatet. Bis heute werden im Unternehmen diverse Produkte von der Holzaxt bis zum Sappel durch Handarbeit hergestellt. 

Die beiden Geschäftsführer des Himmelberger Zeughammerwerks: Wolfgang Müller mit seiner Tochter Lisa-Marie
Die beiden Geschäftsführer des Himmelberger Zeughammerwerks: Wolfgang Müller mit seiner Tochter Lisa-Marie © KK/Sedin Suljic

Lavanttaler Transmann spricht über seine Verwandlung

Der mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen geborene Lavanttaler Liam Eybek (27) berichtete über sein Leben vor und nach der Geschlechtsangleichung. „Wie alt ich wirklich war, kann ich nicht so genau sagen. Dass ich anders war, habe ich schon im Kindheitsalter bemerkt“, so Liam Eybek. Bedauerlicherweise musste er im Leben schon einiges einstecken. Daher sei die Anerkennung und Akzeptanz der Vielfalt von Gender, Geschlechtlichkeit und Sexualität sei entscheidend, um eine inklusive Gesellschaft zu schaffen.

Liam Eybek bemerkte schon früh, dass etwas nicht stimmt
Liam Eybek bemerkte schon früh, dass etwas nicht stimmt © Alexander Verdnik

Das Schicksal hat sie nach Unterkärnten verschlagen

Heinrich Kotomisky ist ein stiller Mensch. Seine Frau Irmgard ist die Managerin des gemeinschaftlichen Familienlebens, er der Praktiker, der hemdsärmelig alle technischen Probleme in Angriff nimmt. Aus seinem Geburts- und Taufschein geht hervor, dass Heinrich am 12. April 1947 in Granitztal-Weissenegg geboren wurde. Seine Mutter hatte ihm zwei Tage nach ihrem 29. Geburtstag das Leben geschenkt. Die am 10. April 1918 in Kamionka in Polen geborene Maria Kotomisky. Als die Nationalsozialisten 1941 ihr Heimatdorf überfielen, erschossen sie Marias Schwester vor ihren Augen. Danach wurde Maria in einem Viehwagon mit rund 90 anderen Menschen nach Österreich – genauer gesagt nach St. Paul – deportiert. Sie durfte nur das Notwendigste mit sich nehmen. 

Heinrich Kotomisky mit seiner Frau Irmgard
Heinrich Kotomisky mit seiner Frau Irmgard © Alexander Verdnik