Am Samstagnachmittag fand in Klagenfurt die sechste Pride’N’Ride Regenbogenparade des Vereins Queer Klagenfurt/Celovec mit mehreren Hundert Teilnehmern statt. Nun wendet sich der Verein an die Kleine Zeitung mit einem Aufruf. Nach und während der Demonstration für mehr Toleranz soll es zu mehreren Übergriffen gekommen sein. Der Verein startet nun auch einen Aufruf, damit sich weitere Opfer unter queerklagenfurt@gmail.com melden können. „Uns haben in den letzten Tagen sehr viele Nachrichten erreicht, die von Übergriffen berichteten. Personen wurden beschimpft, verfolgt und angespuckt. Es wurden auch absichtlich Regenbogenfahnen beschädigt", sagt Hannah Tomasi, Mitglied des Vereines Queer Klagenfurt/Celovec.

Anzeige erstattet

Sie fordert, dass solche Übergriffe rechtliche Konsequenzen haben müssen und hat Anzeige erstattet. "Es braucht dringend ein Gesetz, das diskriminierendes Verhalten im privaten Raum untersagt! Ebenso benötigen wir Ressourcen von Stadt, Land und Bund, um Aufklärungsarbeit zu betreiben und Entstigmatisierung und eine Normalisierung schaffen zu können. Jede Form und Situation der Gewalt ist eine zu viel." Der Verein möchte alle Aussagen sammeln und dagegen vorgehen.

Die Polizei berichtet indes davon, dass es während der Parade sehr ruhig abgelaufen ist und zu diesem Zeitpunkt keine Übergriffe vorkamen bzw. gemeldet wurden. Dem Privatanklagedelikt, also der Anzeige, die sich auf einen Übergriff nach der Parade beziehe, gehe die Polizei nach.