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FrostnächteEbenthaler Obstbauer zittert um seine Ernte

Schlaflose Nächte erlebten diese Woche heimische Obstbauern. Am Rabahof in Ebenthal behalf man sich mit 350 Feuerstellen auf einer ein Hektar großen Obstanlage.

Manfred Reautschnig ist mit viel Herzblut seit 30 Jahren Obstbauer und Direktvermarkter © Stephan Fugger/RMK
 

Minus 5 Grad, zum Teil sogar Minus 6 Grad zeigte in diesen Nächten das Thermometer in der Region Klagenfurt an. Für Klagenfurts Obstbauern ist diese Woche eine Zitterpartie. „Garantiert werden wir erst in zwei bis drei Wochen wissen, wie hoch die Schäden sind. Im Gegensatz zu den steirischen Obstbauern sind wir aber mit einem blauen Auge davongekommen. Unsere Bäume sind von der Entwicklung weiter hinten. Wir gehen davon aus, dass bei Apfel- und Birne wenig bis nichts passiert ist“, weiß Siegfried Quendler vom Obst- und Weinbauzentrum der Landwirtschaftskammer zu berichten. Stärker betroffen waren Marillen- und Kirschblüten. 

Eis und Feuer

Um die Obsternte zu schützen, wurden verschiedene Methoden angewandt. Es wurden Kerzen aufgestellt, kleine Holzfeuer gemacht oder zum Teil beregnet. Bei letzterer Methode bildet sich Eis, dieses wird zum Schutzpanzer der empfindlichen Früchte. Beim Rabahof in Ebenthal entschied man sich für Paraffinkübel. Beim Familienbetrieb mit verschiedenen Obstbäumen (Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschke etc.) auf einem Hektar mussten 350 solcher Feuerstellen aufgestellt werden. Die Familie hatte also alle Hände voll zu tun. „So erhalten wir drei bis vier Grad mehr. Zum Glück sind bei unserem Bäumen die Blüten noch nicht ganz offen, aber auch die Knospen müssen bei diesen Minustemperaturen geschützt werden“, weiß Manfred Reautschnig, seit 30 Jahren Obstbauer und Direktvermarkter, der mit einem Stand am Benediktinermarkt vertreten ist.

KK
Die Feuerstellen sollen die Obsternte schützen © KK
Foto © KK

"Wetter wird immer extremer"

In den vergangenen zehn Jahren habe sich das Klima merklich verändert. „Das Wetter wird extremer. Auch die Trockenheit setzt uns zu, daher haben wir seit acht Jahren eine Bewässerungsanlage“, erzählt er.

Für diese Woche soll es mit den Minustemperaturen vorbei sein. Die Gefahr ist aber erst nach den Eisheiligen im Mai gebannt. Bis dahin muss Reautschnig weiterhin auf der Hut sein.

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