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KommentarAlkoholverbot: Politiker und ihre leeren Worthülsen

Vizebürgermeister Wolfgang Germ fordert, dass sich jene Gruppe, welche in der Innenstadt Trinkgelage veranstaltet, ins Obdachlosenheim zurückziehen soll. Warum diese Aussage unüberlegt ist.

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Kontrollen haben die Gruppe vom Neuen Platz mittlerweile vertrieben © Markus Traussnig
 

Wie geht man mit jener Gruppe von Menschen um, die in der Klagenfurter Innenstadt Trinkgelage veranstaltet und immer wieder Passanten anpöbelt? Über die Ideen, die bislang von den Rathaus-Politikern zu hören waren, kann man jedenfalls nur den Kopf schütteln. Vom Fixieren der Bänke und von Vertreibung in den Schillerpark ist die Rede. Jetzt legt Vizebürgermeister Wolfgang Germ (FPÖ) noch eines drauf: Die rund 20-köpfige Gruppe soll sich am besten im Obdachlosenheim in der Bahnstraße treffen. Dafür soll das Heim tagsüber geöffnet werden. Seine Forderung ist unüberlegt: Die meisten aus der Gruppe sind gar nicht obdachlos und sie suchen bewusst den öffentlichen Raum, weil sie Teil der Gesellschaft sein wollen. Das gemeinsame Trinken – und darum geht es auch – ist wegen des Alkoholverbotes im Heim gar nicht möglich.
Sensible Themen erfordern überlegte Lösungen – und sicher nicht solche leeren Worthülsen.

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