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Vier Tatorte Gitarre verriet Klagenfurter Brandstifter

Brand in der Johanneskirche in Klagenfurt: 58-Jähriger hat laut Anwalt psychische Probleme. Seine Tat war kein gezielter Akt gegen Gläubige.

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Wann die Johanneskirche im Lendhafen in Klagenfurt wieder aufsperrt, ist derzeit noch völlig unklar © Weichselbraun
 

Ich bin kein Kirchenhasser und ich mag die evangelischen Christen.“ Das sagt jener Mann, der in der Johanneskirche am Lendkanal in Klagenfurt einen Brand gelegt hat. Motiv für seine Tat konnte der 58-jährige Kärntner keines nennen. „Fest steht aber, dass der Mann psychische Probleme hat“, sagt Philipp Tschernitz, der Anwalt des Betroffenen. Dass er die Kirche als Tatort wählte, war offenbar Zufall.
Der Mann sei bisher unbescholten. Kurz vor der Brandstiftung in der evangelischen Kirche – am 15. September – war der Betroffene in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht. Nach einer Prüfung entschied das Gericht, dass er wieder entlassen werden darf, schildert Tschernitz. Mittlerweile werden dem 58-Jährigen vier Brandstiftungen vorgeworfen, bestätigt Tina Frimmel-Hesse, Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der 58-Jährige soll nicht nur in der Kirche einen Brand gelegt haben, sondern auch in den Sternhochhäusern in Waidmannsdorf und bei einer Hausfassade in der Tarviserstraße sowie in einem Pavillon in der Blumengasse.
Auch in seiner eigenen Wohnung brannte es. Ob dieser Vorfall unter Brandstiftung fällt, ist noch unklar. Der 58-Jährige ist laut eigenen Angaben Musiker. Zeugen sollen gesehen haben, wie er mit einer Gitarre am Körper von der Kirche weggefahren ist. „So stieß die Polizei auf den Mann“, weiß Tschernitz. Im Wesentlichen ist der 58-Jährige geständig. Derzeit ist er in U-Haft. Ein psychiatrisches Gutachten wird erstellt. Im Falle einer Anklage, drohen ihm ein bis zehn Jahre Haft. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

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