Die Eisschollen erinnern an das Polarmeer. Allerdings fehlen das Wasser und die Nähe zum Nordpol. Wir stehen in Kärnten, mitten im derzeit trockengelegten Freibacher Stausee zwischen St. Margareten im Rosental und Zell Pfarre. Die Kelag hat das Wasser, insgesamt mehr als fünf Millionen Kubikmeter, abgelassen, um Revisionsarbeiten an den Anlagen durchzuführen. Das Becken ist leer – bis auf einen kleinen Teich, in dem der Fischbestand überlebt, die Eisschollen und ein Fenster in die Vergangenheit.
Spurensuche
Versunkenes Dorf ist nach Jahrzehnten wieder aufgetaucht
Ruinen voller Muscheln und ein Keller, den man nicht mehr betreten sollte: Unterwegs in den Häusern am Grund des Freibacher Stausees. Von Georg Lux (Text) und Helmuth Weichselbraun (Fotos)
© Helmuth Weichselbraun