Man weiß nie, wann und wie oft er kommt. Jener Mann, der sich Neudeutsch „Mystery-Shopper“ nennt und für den Falstaff-Verlag anonym die von den Gästen nominierten Kaffeehäuser testet. In Kärnten war er in 30 Betrieben unterwegs. Mit 90 von 100 Punkten wurde das Klagenfurter Café am Platz zum zweiten Mal in Folge zum besten Kaffeehaus gewählt und mit der „goldenen Kaffeebohne“ ausgezeichnet. „Das ist die höchste Auszeichnung in unserer Branche und eine Bestätigung für unsere Arbeit“, freuen sich die Betreiber Michael (36) und Thomas (29) Jammer.
Die beiden Brüder haben Kärntens ältestem Café nach der Übernahme 2009 neues Leben eingehaucht. „Wir haben 85 Prozent Stammgäste. Denen wollen wir natürlich immer etwas Neues bieten“, sagt Michael Jammer. Alles aus Liebe zum Kaffee, wie die beiden umtriebigen Gastronomen stets betonen. Wäre der „Mystery-Shopper“ am falschen Tag aufgetaucht, hätte sich die erfolgreiche Titelverteidigung auch schnell in Luft auflösen können. „Wir hatten nach einem Service Probleme mit unserer Kaffeemaschine. Wenn wir da getestet worden wären, hätte es schlecht ausgesehen“, sagt Thomas Jammer.
Neben dem klassischen Kaffee deuten sogenannte „Fusion Cafés“ mit zusätzlichen Extras wie mit Rosmarin parfümierter Milchschaum oder ein mit einer Pipette selbst zu dosierender Cognac auf die Zukunft der Branche hin. „Wir sind am Puls der Zeit und wollen zeigen, was alles möglich ist.“
Zum heutigen Welttag des Kaffees wird zu jeder Tasse ein eigens kreiertes Brownie-Mousse serviert. Die beiden goldenen Kaffeebohnen haben im „Wohnzimmer“, wie die Jammers ihr Café nennen, mittlerweile einen Ehrenplatz auf der Schankanlage bekommen.
Klagenfurt
Brüderpaar konnte seinen Titel erfolgreich verteidigen
Das Café am Platz wurde schon zum zweiten Mal zum besten seiner Art in Kärnten gewählt. Zum heutigen Welttag des Kaffees wird zu jeder Tasse ein eigens kreiertes Brownie-Mousse serviert.
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