Wie die Kleine Zeitung berichtete, war ein 96-jähriger Maria Saaler eineinhalb Monate lang bei der Kärntner Gebietskrankenkass als tot gemeldet gewesen. Erst durch einen Besuch beim Augenarzt konnte der nicht unwesentliche Fehler geklärt und der Maria Saaler auch auf Papier als Lebender anerkannt werden.

Keine offizielle Entschuldigung. Einen Tag nach dem fatalen Missgeschick haben sich die Wellen noch nicht ganz gelegt. "Da ist ein Fehler passiert, das bedauern wir. Eine neu E-Card ist bereits bestellt", versucht Johann Lintner von der Gebietskrankenkasse zu beschwichtigen. Eine offizielle Entschuldigung hat der 96-Jähirge von der GKK noch nicht bekommen.

Bedauern. Lintner versprach gegenüber der Kleinen Zeitung, dass dies in den nächsten Tagen mündlich oder schriftlich passieren wird. Ob der Vorfall irgendwelche Auswirkungen auf die Psyche des 96-Jährigen habe, könne Lintner nicht beurteilen. "Ich bin kein Mediziner. Aber ich bedauere dieses Missgeschick".

Keine Statistik. Solche Fälle kämen sehr selten vor. Statistik dazu gibt es laut der GKK keine. Ähnliche Fehler passierten schon 2003 bei der Umstellung vom Krankenschein auf die E-Card. Damals wurden E-Cards an bereits Verstorbene verschickt. "´Das ist unangenehm, wenn man traurige Erinnerungen im nahen Umfeld der Familie weckt", sagt Lintner.

Pensionsversicherungsanstalt. Ursprünglich passierte der Fehler der Pensionsversicherungsanstalt, die den Irrtum früher revidierte und der GKK davon nichts mitteilte. "Wir sind elektronisch ideal vernetzt. Menschliche Fehler können aber immer passieren", erklärt Lintner. Bleibt nur zu hoffen, dass die Fehler promär am Papier als am menschlichen Körper passieren.