Das Allerheiligen-Wochenende im Vorjahr wurde in Kärnten von einer traurigen Nachricht überschattet: Ein junger Mensch starb. In den frühen Morgenstunden des 1. Novembers kam es bei der Unterführung Bad Saag in Techelsberg zu einem Verkehrsunfall. Dabei starb eine 18-jährige Frau. Sie saß gemeinsam mit drei weiteren Frauen in einem Auto, das gegen die Unterführung zwischen Velden und Pörtschach prallte.
Reanimation
Das Todesopfer dürfte auf der Rückbank gesessen sein. Die 18-Jährige starb noch direkt an der Unfallstelle bei der Unterführung. Sie erlag trotz umfangreicher Reanimationsmaßnahmen ihren Verletzungen. Die 24-jährige Lenkerin, die 26-jährige Beifahrerin und eine 19-jährige Mitfahrerin wurden schwer verletzt.
„Wir haben nun Strafantrag eingebracht“, sagt Markus Kitz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Die Lenkerin muss sich „wegen grob fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung“ vor Gericht verantworten.
Heimweg von Halloween-Party
Die jungen Frauen waren offenbar auf dem Heimweg von einer Halloween-Party, bevor es zu dem Unglück kam. Laut Spuren am Unfallort fuhr das Auto direkt gegen die Wand bei der Unterführung.
Es war bereits der dritte schwere Unfall in dem Bereich. In den vergangenen Jahren starben dort drei Menschen. Das bestätigt Wolfgang Wanker, der als FF-Kommandant von Töschling für den Bereich zuständig ist. „Ich war bei allen drei Unfällen im Einsatz“, sagt der Kommandant.
Frontal gegen Wand
Vor allem der erste Unfall im Jahr 2020 erinnert stark an das Unglück von Allerheiligen: Damals, vor sechs Jahren, verlor eine 22-jährige Frau ihr Leben auf der bekannten Strecke entlang des Wörthersees. Sie kam mit ihrem Auto in der Kurve vor der Unterführung Bad Saag von der Straße ab und fuhr laut Polizei frontal gegen die Betonwand. Ihre Beifahrerin erlitt schwere Verletzungen. Die Lenkerin selbst starb noch direkt an der Unfallstelle.
Engel bei Unterführung Bad Saag
Danach malte jemand einen großen Engel an die Wand bei der Unterführung, schildert der FF-Kommandant. Eine Zeit lang war das Bild zu sehen - bis es verblasste oder übermalen wurde.
Die Ursache für den Unfall im November ist noch unklar. Der Prozess soll demnächst stattfinden. Für die Unfall-Lenkerin gilt die Unschuldsvermutung.