Klagenfurt baut seine Radarflotte aus: Auf Antrag von Verkehrsreferentin Sandra Wassermann (FPÖ) werden drei neue Lasermesssysteme zur Überwachung des Straßenverkehrs angekauft. Die Geräte können in bestehende Radarboxen integriert werden, die Wartung übernimmt die Landespolizeidirektion Kärnten. Der Stadtsenat segnete die 143.560 Euro teure Anschaffung am Dienstag ab.
Damit wird nicht nur das bestehende Überwachungssystem ausgebaut: Laut Bürgermeister Christian Scheider (FSP) komme es laufend zu Beschwerden von Anrainerinnen und Anrainern über zu schnelles Fahren in Wohngebieten. Zudem will die Stadt auch die Einnahmen aus Verkehrsstrafen erhöhen. Im Jahr 2024 beliefen sich diese auf rund 1,4 Millionen Euro. Insgesamt gibt es im Stadtgebiet aktuell 17 geeichte und betonierte Standorte, an denen die Radarboxen – 14 sind es an der Zahl – aufgestellt werden können.
Christkindlmarkt fixiert
Ebenfalls im Thema im Gremium waren die Klagenfurter Weihnachtsmärkte. Beim Christkindl- und Silvestermarkt am Neuen Platz erwarten die Besucherinnen und Besucher ab 15. November 2025 wieder 45 Verkaufshütten mit regionalen Spezialitäten, kunsthandwerklichen Geschenkideen und Musik. Organisiert wird der Markt von der städtischen Marktverwaltung, die Bewerbung übernehmen die Klagenfurt Marketing GmbH und der Tourismusverband Klagenfurt. Der Christbaum ist bereits aufgestellt. Der Christkindlmarkt läuft bis 24. Dezember, der Silvestermarkt von 27. bis 31. Dezember 2025. Die Gesamtkosten betragen rund 244.700 Euro, denen geplante direkte Einnahmen von 205.000 Euro gegenüberstehen.
Auch das „Hafenknistern“ im Lendhafen kehrt zurück: An vier Adventwochenenden sowie am 8. Dezember gibt es vor Ort einen Mix aus Gastronomie, Kunsthandwerk, Musik, Tanz und Kinderprogramm.
Bürgermeister Scheider thematisierte im Senat zudem die Zukunft der Hermann-Gmeiner-Straße. Das Gremium sprach sich einstimmig dafür aus, eine Umbenennung in die Wege zu leiten. Die Landeshauptstadt folgt damit dem Beispiel zahlreicher anderer Städte, die aufgrund aktueller schwerer Missbrauchsvorwürfe gegen den Gründer der SOS-Kinderdörfer ebenfalls entsprechende Schritte gesetzt haben. Über den neuen Straßennamen wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.