Am Landesgericht Klagenfurt wurde über die PVG Pfand & Verwertungs GmbH ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. Das gab der Alpenländische Kreditorenverband (AKV Europa) am Freitag bekannt. Die Verbindlichkeiten des Unternehmens betragen rund 85.000 Euro, dem stehen Aktiva von etwa 28.800 Euro gegenüber. Damit ergibt sich eine Überschuldung von rund 56.200 Euro. Von der Insolvenz sind etwa zehn Gläubiger sowie ein Dienstnehmer betroffen.

Alleinstellungsmerkmal in Kärnten

Die im Jahr 2023 gegründete Gesellschaft mit Sitz in der St. Jakober Straße 40d ist im Pfandhandel tätig und verfügt laut AKV über ein Alleinstellungsmerkmal in Kärnten: Während es mehrere Mitbewerber in den Bereichen Kfz-, Schmuck- und Antiquitätenpfand gibt, konzentriert sich die PVG auf technische Geräte und Artikel des täglichen Bedarfs. Ein weiteres Standbein bildet der Handel mit gebrauchter Ware sowie der An- und Verkauf von Restposten, Überlagerungen und Konkurswaren. Aktuell ist ein Mitarbeiter im Betrieb beschäftigt.

Geschäftsführer ist Gervin Bleiweiss, der auch 30 Prozent der Anteile hält. Weitere Gesellschafter sind Robert Walzl (40 Prozent) und Roland Förster (30 Prozent). Seitens der Schuldnerin wird die Fortführung des Unternehmens sowie die Vorlage eines Sanierungsplans mit einer Quote von 35 Prozent angestrebt.