Am Landesgericht Klagenfurt ist am Dienstag, 3. Dezember, erneut ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Diesmal traf es die „OptoSort GmbH“ mit Sitz in der Landeshauptstadt.
Über das Unternehmen wurde ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. Die Passiva belaufen sich laut AKV auf 649.460 Euro, die Aktiva betragen lediglich 29.270 Euro. Sechs Gläubiger und ein Dienstnehmer sind vom Insolvenzverfahren betroffen. Das Unternehmen aus der Hans-Sachs-Straße wurde im Jahr 2021 gegründet und befasste sich seither mit der Herstellung und dem Vertrieb von Sortiermaschinen sowie mit Beratungs- und Ingenieurdienstleistungen in der Branche. Karl Peter Mayer und Karl Heinz Haller sind die Geschäftsführer, die „SAPP Management AG“ Allein-Gesellschafterin.
Pandemie und Ukraine-Krieg als Hürden
Seit langer Zeit kämpft das Unternehmen mit Liquiditätsschwierigkeiten, heißt es laut AKV. Aufgrund der Corona-Pandemie platzte ein lukratives Geschäft in Australien, der Ukraine-Krieg betraf ebenfalls das Unternehmen. Sinkende Umsätze konnten seit gut vier Jahren nicht aufgefangen werden. „Aufgrund der anhaltenden Industriekrise – insbesondere auch im Heimatmarkt des Prototypkunden in Deutschland – ist die geschäftliche Situation nach wie vor angespannt“, heißt es vonseiten des Gläubigerschutzverbandes.
Dennoch gibt das Unternehmen nicht auf und möchte sich sanieren. Laut Antrag ist die Fortführung mittels Sanierungsplan und einer 30-prozentigen Quote beabsichtigt. Bis zum 30. Dezember können Forderungen über den AKV unter klagenfurt@akveuropa.at und dem KSV unter insolvenz.klagenfurt@ksv.at eingereicht werden.