Sie trotzen den Umständen wie Kriegsgeschehen, Energiekrise und Inflation, die allen Geldbörsen zu schaffen machen: Die Leser und Leserinnen der Kleinen Zeitung haben bei der Spendenaktion für „Kärntner in Not“ wieder Standhaftigkeit, Hilfsbereitschaft, Engagement und Zuwendung für hilfsbedürftige Menschen bewiesen. 1.011.029,59 Euro wurden im Aktionszeitraum von Advent bis Ostern gespendet.

Seit 2021 hat „Kärntner in Not“ die Taktzahl der Unterstützung kräftig erhöht, einerseits bedingt durch die Naturkatastrophen 2022 und 2023, andererseits durch die schwierige Ausgangslage mit den steigenden Lebensmittelkosten und den drastischen Mieterhöhungen. In fünf Jahren wurden für Menschen in unterschiedlichsten Notlagen 6,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das entspricht beinahe der Spendenausschüttung in den zehn Jahren zuvor (7,3 Millionen). 5.166 Einzelanträge wurden in der Zeit bedacht; mit der Lebensmittelversorgung der Sozialmärkte und Lebensmittelgutscheinaktionen wurde der Kreis der Unterstützten enorm vervielfacht.

Nach 895.355,72 Euro Auszahlungen waren im Herbst die Reserven für die allgemeine Spendenverwendung fast aufgebraucht, mit Ausnahme des Notfallfonds, der für die nächste Naturkatastrophe 300.000 Euro für sofortige Maßnahmen sicherstellt. Mit der Gesamtjahressumme 2025 von 1.112.243,40 Euro steht für heuer wieder ein großzügiges Volumen bereit. 191.913,32 Euro wurden davon in den letzten Wochen bereits weitergegeben. 282 Anträge bearbeitete das „Kärntner in Not“-Team im ersten Quartal 2026.

Unter ihnen dramatische Fälle, wie die Berichte auf der nächsten Seite veranschaulichen. „Sie können sich gar nicht vorstellen, wie erleichtert ich bin, dass mir in so einer Situation geholfen wird. Ich wäre nicht in der Lage, diese Summe aufzubringen. Vielen Dank dafür!“, schrieb vor wenigen Tagen eine Mutter an „Kärntner in Not“, das bei der Betriebskostennachzahlung für die 6-köpfige Familie half. „Er ist so glücklich“, gibt eine Erwachsenenvertreterin eines Klienten weiter, nachdem „Kärntner in Not“ bei der Sanierung nach einem Wasserschaden half.

Den Spenderinnen und Spendern zu vermitteln, wie groß die Notlage oft ist, wie sie mit der Hilfestellung aber nachhaltig verbessert werden kann und was das den Betroffenen bedeutet, ist „Kärntner in Not“ ein wichtiges Anliegen.