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Kärntner des Tages

Arnulf Prasch: Seine Muse ist die "Musi"

Der 48-jährige Arnulf Prasch moderiert seit 18 Jahren das "Wenn die Musi spielt"-Open-Air in Kleinkirchheim. Was er zu vermeiden versucht, ist Routine.

© KLZ/Willi Zore
 

Vor seiner ersten "Musi"-Moderation im Jahr 1995 hatte Arnulf Prasch gehöriges Lampenfieber. "Es war meine allererste Livesendung. Mein Puls war auf gefühlten 200", erzählt der 48-Jährige. 18 Jahre später ist Prasch bekannt als "Mister Musi". Die Open-Air-Bühne von Bad Kleinkirchheim ist zu seinem zweiten Zuhause geworden. "Wir sind inzwischen ein eingespieltes Team. Was ich aber zu vermeiden versuche, ist Routine. So entstehen nämlich Fehler", sagt der ORF-Moderator.

Knallgelbe Jacke

Fad ist Prasch in all den Jahren nicht geworden. Er freut sich jedes Mal darüber, wenn er die Volksmusikstars in Bad Kleinkirchheim präsentieren kann. Nur so manches Outfit bereut er inzwischen: "Einmal haben mich die Kostümbildner in eine knallgelbe Trachtenjacke gesteckt. Das war damals in Mode, heute sieht es aber eher schlimm aus."

Als Radiomoderator beim ORF begann Prasch vor 28 Jahren. Später gestaltete er für "Kärnten heute" Beiträge über das Chorsingen, ehe er bei einem TV-live-Einstieg von der Klagenfurter Messe als Moderator entdeckt wurde.

Ursprünglich stammt Prasch aus Passering. Seine Eltern Baldur und Renate leben heute noch dort, während er inzwischen nach Villach gezogen ist. Die musikalische Leidenschaft entwickelte sich bei ihm schon früh. Prasch spielt Klavier, Blockflöte, Trompete und Akkordeon. In Passering gründete er mit 18 Jahren einen eigenen Chor.

Da neben der vielen Arbeit aber kaum Zeit zum Singen und musizieren bleibt, genießt Prasch mittlerweile die Musik als Zuhörer. Am allerliebsten hört er Big-Band-Klänge. "Der Buena Vista Social Club aus Kuba gehört zu meinen Lieblingsgruppen. Die entspannte Lebensweise, die durch diese Musik vermittelt wird, gefällt mir sehr", sagt Prasch. Neben seiner Liebe zur Musik begeistert sich der Vater einer Tochter vor allem für das Kochen. Zu seinen Spezialitäten gehört Schweinsbraten nach dem Rezept seiner Großmutter: "Mein Schweinsbraten ist unschlagbar. Wenn es mit der Karriere als Moderator nichts geworden wäre, würde ich heute wohl ein Gourmetrestaurant führen."

Regelmäßig greift Arnulf Prasch auch zum Löschschlauch. Seit elf Jahren ist er Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Völkendorf: "Das ist eine Herzensangelegenheit von mir. Ich habe Brände gelöscht, Gebäude evakuiert und war im Hochwassereinsatz." In seiner knappen Freizeit zieht es den 48-Jährigen in die Berge. "Beim Wanderurlaub kann ich richtig entspannen. Dann schalte ich auch mein Handy aus und bin für niemanden zu erreichen", sagt er.

Hin und wieder lassen sich Hobby und Beruf verbinden: Als nächstes Projekt nach dem "Musi-Open-Air" plant der Moderator eine Sendung über den Bergwanderweg Alpe-Adria-Trail zu machen. Am wohlsten fühlt sich der Vielbeschäftigte aber immer noch bei der "Musi": "Meine Heimat Kärnten einem Millionenpublikum näherzu- bringen, ist eine großartige Aufgabe. Als Gastgeber versuche ich, eine Verbindung zwischen Musik und Landschaft herzustellen."

Keine Furcht

In Zeiten, in denen viele Volksmusiksendungen abgesetzt werden, fürchtet Prasch sich nicht davor, bald die Moderation des "Musi Open Air" abgeben zu müssen. "Ich fürchte mich grundsätzlich vor gar nichts", betont Prasch und fügt hinzu: "Wenn man mich einmal nicht mehr sehen will, dann gehöre ich nicht mehr auf den Bildschirm. Ich habe aber vor, die Sendung noch einige Jahre zu machen!"

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