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MittelkärntenEin Buch, das vergessene Paradiese aufspürt

Vom Veitsberg bis nach Kroatien reichen die Ausflugstipps in einem Buch, das am kommenden Mittwoch in der neuen St. Veiter Stadtbücherei präsentiert wird.

Auch die Kirche am Veitsberg wird im Buch behandelt © Styria/Weichselbraun
 

Vergessene Plätze, sogenannte Lost Places, sind ihr großes Hobby: Für ihre im Styria-Verlag erschienen Sachbücher spüren die beiden Kleine-Zeitung-Journalisten Georg Lux und Helmuth Weichselbraun seit Jahren unbekannte Orten im Alpen-Adria-Raum auf. In ihrem jüngsten Werk „Vergessene Paradiese“, das am 12. Dezember um 18 Uhr in der Stadtbücherei St. Veit präsentiert wird, haben sich der Autor und der Fotograf auf die schönsten dieser Plätze konzentriert. Und sie sind natürlich auch in Kärnten fündig geworden.

Ein Kapitel ist dem Veitsberg bei Liemberg gewidmet, über den der Vierbergelauf führt. „Der Überlieferung nach ist Pilgern, die diese Wallfahrt mindestens drei Mal mitgemacht haben, ja der Platz im Paradies sicher“, sagt Lux. Im Buch beschreibt das Duo Sehenswertes am Wegesrand, für das die meisten „Vierbergler“ im Schweiße ihres Angesichts meist keine Zeit haben, zum Beispiel die malerische Ruine Alt-Liemberg. „Sie gehörte im 12. Jahrhundert Herzog Bernhard von Spanheim, der später als Gründer der Stadt Klagenfurt in die Geschichte eingehen sollte“, weiß Lux.

Die Präsentation

Termin. Am 12. Dezember sind die Autoren ab 18 Uhr mit einer Fotoshow zu Gast in der Stadtbücherei St. Veit/Glan (Unterer Platz 4). Der Eintritt ist frei. Sie präsentieren dabei ihre aktuellen Bücher „Verfallen & vergessen“ und „Vergessene Bücher“.

Bücher. Die Bücher beschreiben sogenannte Lost Places (vergessene Orte) in Kärnten, Friaul, Slowenien und Kroatien. Wo man gefahrlos auf ihren Spuren wandeln kann, geben die Autoren Tipps für Tagesausflüge, Wanderungen und „Einkehrschwünge“.

Das Buch mit dem Untertitel „Entdeckungen, Ausflüge, Abenteuer im Alpen-Adria-Raum“ soll Leser dazu einladen, auf den Spuren der Journalisten zu wandeln. „Es ist eine Art Reiseführer gegen das Vergessen“, erklärt Weichselbraun. Ergänzt werden die vielen landschaftlichen Schönheiten und spannenden historischen Details durch eine Brise Humor. „Es sind ja auch einige kuriose Orte dabei“, verrät Weichselbraun. Sein persönlicher Liebling? „Eine Geisterwesternstadt in Kroatien. Sie wurde 2015 für Filmdreharbeiten errichtet und steht seither verlassen herum, inklusive Kirche, Saloon und fertig gezimmerter Särge.“

Neues Buch: Vergessene Paradiese im Alpen-Adria-Raum

Als die Höhle von Postojna in Slowenien noch Adelsberger Grotte hieß, fanden in der unterirdischen Wunderwelt regelmäßig Tanzveranstaltungen statt.

Aus dem im Styria-Verlag erschienenen Buch "Vergessene Paradiese – Entdeckungen, Ausflüge, Abenteuer im Alpen-Adria-Raum" von Georg Lux und Helmuth Weichselbraun.

Helmuth Weichselbraun

Kein Wunder, dass sich rund um den Blauen Tumpf im Kärntner Maltatal eine Sage rankt, in der eine verliebte Fee die Hauptrolle spielt. Die Kulisse ist einfach zauberhaft.

Helmuth Weichselbraun

Verkalkt, auf Sand gebaut und trotzdem eine Erfolgsgeschichte: Die Höhlen entlang des Baches Caglieron nördlich von Pordenone (Italien) lassen tief blicken, zum Beispiel in 16 Millionen Jahre Erdgeschichte.

Helmuth Weichselbraun

Was blieb vom gefloppten "Winnetou"-Remake, das RTL 2015 produzieren ließ? Eine Film-Geisterstadt in Kroatien.

Helmuth Weichselbraun

Tourismusmanager Marinko Jakovljević hat Humor, obwohl sich kaum Menschen in seine Westernstadt bei Fuzine (Kroatien) verirren. Sie ist ein Überbleibsel des 2015 gefloppten RTL-Remakes von "Winnetou".

Helmuth Weichselbraun

Die Hoffnungskirche am Kärntner Weißensee ist eine Open-Air-Ode an die Schöpfung.

Helmuth Weichselbraun

Ein Kater in einer Nische der Stadtmauer von Hum. Die kroatische Ortschaft gilt als kleinste Stadt der Welt.

Helmuth Weichselbraun

Es war sicher sehr schön und hat ihn sehr gefreut: Im Grand Hotel Innichen im heutigen Südtirol urlaubte einst Kaiser Franz Joseph.

Helmuth Weichselbraun

Idylle zwischen Naturpools und Wasserfällen: Im kroatischen Dorf Kotli lebten Anfang des 20. Jahrhunderts noch rund 100 Menschen, heute ist die Siedlung unbewohnt.

Helmuth Weichselbraun

Romantisches Refugium: Schloss Lichtengraben im Lavanttal erinnert an Rosamunde-Pilcher-Romanzen.

Helmuth Weichselbraun

Magisches Farbenspiel: die Livenza-Quellen in Friaul.

Helmuth Weichselbraun

Magisches Farbenspiel: die Livenza-Quellen in Friaul.

Helmuth Weichselbraun

Im Quelldorf Gorgazzo in Friaul lebt man am Ursprung der Livenza und hat sich dort einige schöne Plätze eingerichtet.

Helmuth Weichselbraun

Der Park rund um Schloss Matzenau in Slowenien gleicht einem Urwald und sogar im Gebäude wachsen schon Bäume.

Helmuth Weichselbraun

Fahrverbot mangels Infrastruktur: Durch das Bergdorf Patocco im italienischen Raccolanatal kann man nur Fuß wandeln.

Helmuth Weichselbraun
Helmuth Weichselbraun

Der Goriuda-Wasserfall im italienischen Raccolanatal ist fast 50 Meter hoch.

Helmuth Weichselbraun

In den Salinen bei Piran (Slowenien) wurden einst bis zu 40.000 Tonnen Salz pro Jahr gewonnen.

Helmuth Weichselbraun

In den Salinen bei Piran (Slowenien) wurden einst bis zu 40.000 Tonnen Salz pro Jahr gewonnen.

Helmuth Weichselbraun

Die seltene Smaragdeidechse ist die größte heimische Eidechse. Sie wird bis zu 40 Zentimeter lang und lebt im Kärntner Naturschutzgebiet Schütt.

Helmuth Weichselbraun

Wildromantischer Abenteuerspielplatz: die Slizza-Schlucht bei Tarvis im italienischen Kanalta.

Helmuth Weichselbraun

Bis zu 150 Meter tief hat sich das Flüsschen Slizza bei Tarvis im italienischen Kanaltal ins Kalkgestein eingegraben. Durch die Schlucht führt ein Spaziersteig.

Helmuth Weichselbraun

Es sprudelt wie im Märchen: Seit mehr als 2000 Jahren sind die Timavo-Quellen bei Duino in Friaul Ursprung sagenhafter Geschichten.

Helmuth Weichselbraun

Der malerische See im Naturschutzgebiet Zelenci bei Kranjska Gora in Slowenien ist ein Relikt aus der letzten Eiszeit.

Helmuth Weichselbraun
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