Der Bodensdorfer Feuerwehrkommandant Andreas Augustin ist zurückgetreten. Als Grund führt er den Umgang einiger Kameraden mit den Frauen im Team an. Der Bericht darüber, der in der Kleinen Zeitung erschienen ist, löste kärntenweit Gespräche und Diskussionen zum Thema Frauenfeindlichkeit in der Feuerwehr aus.

Werner Puggl, Bezirksfeuerwehrkommandant von Feldkirchen, ist seit Februar im Amt. „Man muss festhalten, dass die ganze Geschichte sehr private Hintergründe hatte. Es geht um eine unschöne Trennung und das Mitziehen von einigen Kameraden. Aber ich will nicht näher auf diese Details eingehen. Wichtig ist, dass wir die ganze Geschichte nun mit der betroffenen Feuerwehr und den Kameraden aufgearbeitet und auch geklärt haben“, betont der Bezirksfeuerwehrkommandant. „Die Kameraden wissen, was sie ausgelöst haben und haben ihr Fehlverhalten eingesehen. Es folgten natürlich Entschuldigungen an die betroffene Frau und an den zurückgetretenen Kommandanten. So ein Verhalten wird bei der Feuerwehr keineswegs geduldet und sollte noch einmal so ein Vorfall aufkommen, werden diese Männer aus der Feuerwehr ausgeschlossen. Solche Vorkommnisse haben keinen Platz bei der Feuerwehr“, mahnt Puggl.

„Ein Einzelfall“

Was der Kommandant sofort gemacht hat, nachdem die Geschichte in die Öffentlichkeit gelangte? „Ich habe telefoniert und bei jeder Feuerwehr im Bezirk nachgefragt, ob es bei ihnen auch ähnliche Situationen gibt. Alle Wehren haben verneint und gesagt, Bodensdorf wäre ein Einzelfall.“ 30 aktive Feuerwehrfrauen gibt es bei den 22 Feuerwehren im Bezirk Feldkirchen.

Der Vorfall hat medial enormes Echo ausgelöst. „Wir wollen nun wieder zum Alltag zurückkehren und uns auf das konzentrieren, was wir am besten können – den Menschen helfen. Man muss sagen, in den anderen Feuerwehren im Bezirk wird man auch vom Gegenteil überzeugt. Die Frauen sind in der Feuerwehr richtig integriert, natürlich vollwertige Mitglieder und werden überall eingesetzt. Abgesehen von dieser Geschichte funktioniert es sehr gut in Feldkirchen.“