Rob Mazurek ist ein extrem vielseitiger Jazzer. Der aus den USA stammende Musiker hat unlängst die Filmmusik für Kelly Reichardts Film „The Mastermind“ beigesteuert, der bei den Filmfestspielen von Cannes Weltpremiere feierte. Kornettist Mazurek wandelt zwischen verschiedenen Welten und scheut sich nicht Einflüsse aus der elektronischen Musik, Funk, Pop oder Rock zuzulassen.

Mazurek, der heute in Texas lebt, ist einer der vielen Stars der diesjährigen Jazzhochburg. Er wird als Artist in Residence in Gmünd anwesend sein und seine künstlerischen Arbeiten auch im „Haus des Staunens“ am 11. Juli zeigen. Der Samstag, 12. Juli, steht in der Alten Burg ganz im Zeichen des kreativen Musikers: Mit Sao Paulo Underground, der Formation Swarm Hands und dem Exploding Star International steht der Künstler auf der Bühne. „Er tritt nur ganz selten in Österreich auf“, ist Hans Jalovetz, Organisator der Jazzhochburg Kärnten stolz, dass er ihn nach Gmünd holen konnte. „Mazurek ist auch ein sehr visueller Künstler.“ Man darf also gespannt sein, was er im „Pankratium - Haus des Staunens“ hervorzaubern wird.

Hochkarätige Jazzhochburg

Jalovetz hat sich für die diesjährige Ausgabe der Jazzhochburg des Kulturforums ein interessantes Programm ausgedacht, das mit Mazurek beginnt und am 16. Juli im Bambergsaal in Villach mit Alexander Hawkins seine Fortsetzung findet. „Der nachgefragte Jazzpianist kuratiert auch den Abend. Solo stellt er seine neue CD ,Song Unconditional‘ vor“, sagt Jalovetz. Danach folgt das Duo Dolphy Underlined: Hawkins (Piano) und Marco Collonna (Bassklarinette) widmen sich der Musik von Eric Dolphy. Der US-Amerikaner (1928-1964) spielte Querflöte, Bassklarinette, Altsaxophon und Klarinette. Dolphy spielte im Laufe seiner kurzen Karriere mit Charlie Parker, Charles Mingus oder Ornette Coleman. Den Abschluss des Abends bietet Hawkins mit seinem Sextett, mit dabei sind Sakina Abdou (Saxofon), Lotte Anker (Saxofon) u. a.

Alexander Hawkins ist ein Meister am Klavier
Alexander Hawkins ist ein Meister am Klavier © Dawid Laskowski

Der Abschluss der Jazzhochburg wird am Samstag, 19. Juli, in der Burg Glanegg begangen. Jalovetz kündigt den Tag als „eine Art Big Band-Abend“ an. Der französische Jazz-Akkordeonist Richard Galliano, der mit Astor Piazzolla, Charles Aznavour oder Jan Garbarek zusammengearbeitet hat, steht mit dem Upper Austrian Jazz Orchestra auf der Bühne. Nach dem Akkordeonisten ist sogar ein Asteroid benannt. Allein an diesem Abend stehen über 40 Musikerinnen und Musiker auf der Bühne. „Die Kelag Big Band tritt mit Eigenkompositionen auf.“ Den Abschluss macht das Kaleidoscope Octett mit Sophie Hassfurther, Yvonne Moriel, Susanna Gartmayer und vielen anderen.

Richard Galliano bringt die Burg Glanegg zum Schwingen
Richard Galliano bringt die Burg Glanegg zum Schwingen © Vincent Catala