Viele Wege führen nach Rom, aber heuer im Sommer zumindest nicht direkt mit dem Zug ab Österreich. Denn die Zugstrecke von Wien nach Venedig wird einen Monat lang zwischen Tarvis und Udine gesperrt. Grund sind Bauarbeiten im August und September an der sogenannten Pontebbana, die nach der Kleinstadt Pontebba, dem ehemaligen Grenzort zwischen Italien und dem Österreichischen Kaiserreich, benannt wurde.
Für den schienengebundenen Gütertransport bedeutet das, Umwege über den Brenner in Kauf nehmen zu müssen, an einer Zugverbindung über Slowenien wird noch gearbeitet. Zugreisende müssen diesen Sommer teilweise auf Busse umsteigen. Derzeit versucht die Region Friaul-Julisch Venetien, einen Schienenersatzverkehr auf die Beine zu stellen. Dieser muss den Schienenverkehr vom Bahnhof Boscoverde in Tarvis bis zum Bahnhof in Udine ersetzen.
Deutlich mehr Busverkehr
Die Totalsperre der Zugstrecke dauert von 22. August bis 20. September. Die Zugverbindungen werden zu 50 Prozent mit alternativen öffentlichen Verkehrsmitteln ersetzt. Entlang der Zuglinie Triest-Udine verkehren die Regionalzüge tagsüber meist zweimal pro Stunde in jede Richtung, manchmal sogar öfter. Im August und September werden stattdessen Busse entlang der Staatsstraße, die Venedig mit Coccau an der österreichischen Staatsgrenze verbindet und in Kärnten in die B 83 mündet, verkehren. Deren Route führt über eine kurvige und ohnehin stark befahrene Straße ab Codroipo über Tavagnacco, Tricesimo, Gemona, Venzone, Moggio Udinese, Resiutta, Pontebba, Malborghetto-Valbruna und Tarvis.
Im nächsten Jahr wird es eine weitere, noch längere Sperre der Zugstrecke geben, die vor allem Adria-Reisende in der Vorsaison treffen wird. Denn die Pontebbana-Zugstrecke soll von 26. Mai bis 9. Juli 2027 gesperrt werden und auch noch den ganzen September 2028.
Weitere Sperren
Heuer sind aber für Italien-Reisende zwei weitere längere Zuggleissperren interessant: Die Brenner-Strecke ist von 11. Juli bis 1. August gesperrt, die Strecke zwischen Verona und Vicenza von 2. bis 16. August.