"Wir stoßen mit unserem Notarztsystem zunehmend personell an die Grenzen. In manchen Gebieten ist es schwer, Dienste zu besetzen. Daher brauchen wir einen fachlichen Dialog zu Optimierung", sagt Kärntens Ärztekammerpräsident Markus Opriessnig. "In Kärnten wird jeden Tag wie auf der Börse um die Besetzung der Notarztdienste gerungen", sagt Roland Steiner vom Klinikum Klagenfurt, der seit mehr als 20 Jahren als Notarzt tätig ist. "Wir müssen rechtzeitig reagieren, um unterbesetzte Systeme wie in der Steiermark zu verhindern", ergänzt Notärztesprecher Michael Obmann. Er verweist damit auf einen tragischen Fall, der sich im Juli in Lassing (Obersteiermark) ereignete. Ein Mann (50) ist nach einem Zusammenbruch verstorben – weil weder ein Not- noch ein Visitenarzt Dienst versehen habe, wurden rasch Vorwürfe laut. Der Notärzteengpass beschäftigt seitdem die steirische Kammer und die Politik.