Einen Großeinsatz gab es Mittwochabend für die Feuerwehren im Bezirk Feldkirchen. Gegen 20.30 Uhr gingen mehrere Anzeigen bei Feuerwehr und Polizei ein, dass in der Gemeinde Himmelberg der Dachstuhl eines Ferienhauses brenne. Das Haus befindet sich auf der Manessen auf rund 900 Meter Seehöhe. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Obergeschoss bereits in Vollbrand.

Im Obergeschoss befinden sich drei Gästezimmer. Der 57-jährige Besitzer konnte laut Polizeibericht gleich ausschließen, dass sich jemand im Gebäude befand, da sämtliche Gäste zu diesem Zeitpunkt im Haupthaus zu Abend gegessen hatten.

Pendelbetrieb mit Tankwagen

Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der abgelegenen Lage des Ferienhauses für die rund 180 Feuerwehrleute sehr schwierig, da die Wasserversorgung erst aufgebaut werden musste. Zu diesem Zweck wurden zwei in der Umgebung befindliche Schwimmbecken mit 20.000 Liter Wasser für die erste Wasserversorgung herangezogen. Im Laufe der Löscharbeiten wurde mit den Feuerwehrfahrzeugen – insgesamt waren 26 vor Ort – ein Pendelbetrieb in Richtung Tal mit Tankwagen eingerichtet, um die Wasserversorgung gewährleisten zu können. Im Einsatz standen die Freiwilligen Feuerwehren Feldkirchen, Bodensdorf, Gnesau, Himmelberg, Ossiach, St. Urban, Steindorf, Tiffen, Treffen und Waiern.

Der entstandene Sachschaden ist groß
Der entstandene Sachschaden ist groß
© Freiwillige Feuerwehr Feldkirchen

Gegen 0.30 Uhr konnte vorerst "Brand aus" gegeben werden. Da aber immer wieder Brände entstanden, wurde eine Brandwache durch die FF Steindorf eingerichtet. Durch den Brand bzw. bei den Löscharbeiten wurde zum Glück niemand verletzt. Der Sachschaden ist jedoch groß. Als Ursache für den Brand stellten Experten des Landeskriminalamts Blitzschlag fest.