Ein Anruf in der Präsidentschaftskanzlei führte nun zu einer Anzeige gegen einen 72-jährigen Kärnten-Urlauber. Der Mann, ein Niederösterreicher aus dem Bezirk St. Pölten, der sich derzeit in Bad Kleinkirchheim aufhält, wählte am Dienstagmorgen die Nummer der Hofburg und wollte mit Alexander Van der Bellen sprechen – was ihm natürlich nicht gelang.

"Er wurde mehrmals verbunden und landete schließlich bei einer Dame. Da soll er eine gefährliche Drohung ausgesprochen haben", sagt Polizeisprecherin Lisa Sandrieser. Medienberichte, wonach der Mann mit einem "Blutbad" in der Hofburg gedroht haben soll, konnte sie nicht bestätigen. "Die Frau wurde noch nicht einvernommen."

Jedenfalls wurde das Landeskriminalamt Niederösterreich eingeschaltet, das den Anrufer kontaktierte und ersuchte, die Polizeiinspektion Bad Kleinkirchheim aufzusuchen. Das tat er. Die Beamten vor Ort waren über den Vorfall unterrichtet worden und führten die Einvernahme durch.

Nicht geständig

Sandrieser: "Der Mann gesteht den Anruf, streitet aber ab, eine Drohung ausgesprochen zu haben." Dem 72-Jährigen wurde das Handy abgenommen, um die an dem Gerät gespeicherten Daten forensisch zu sichern. Nach Ersuchen der Staatsanwaltschaft wurde der Kärnten-Urlauber auf freiem Fuß angezeigt. Die Ermittlungen laufen.