Am Mittwoch gegen 12.15 Uhr starteten ein 59-jähriger Klagenfurter und ein 44-jähriger Mann aus dem Bezirk Villach Land mit ihren Segelflugzeugen vom Flugplatz Nötsch im Bezirk Villach Land aus in Richtung Pustertal in Osttirol. Gegen 16.20 Uhr haben sich die beiden Piloten im Bereich Greifenburg im Bezirk Spittal/Drau getrennt. Der 44-Jährige flog zum Flugplatz Nötsch zurück und der Unternehmer wollte noch Richtung Reißeckgruppe weiter segeln. Ab diesem Zeitpunkt gab es keinen Kontakt zum Piloten mehr. Da der Mann gegen 20 Uhr noch immer nicht zum Flugplatz zurückgekehrt war, wurde eine Suchaktion in die Wege geleitet. Heute, Donnerstag, gegen 8.45 Uhr wurden die schlimmsten Befürchtungen wahr. Der Pilot wurde auf 2400 Metern Höhe im Bereich der Schoberspitze in einem schneebedeckten, felsigen Bereich tot aufgefunden und geborgen.

Der Unternehmer galt als sehr erfahrener Pilot, er entdeckte vor mehr als 15 Jahren das Fliegen als Hobby für sich, und dürfte gegen einen Felsen geflogen sein. Die genaue Unfallursache wird von Beamten der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes untersucht.

Die Absturzstelle
© Polizei

Bisher ist bekannt: Durch die Austro Control konnte gestern, Mittwoch, mittels Warnsystem wahrgenommen werden, dass der Kontakt zum Segelflugzeug im Bereich Reißeck abgebrochen ist. Eine Suchaktion am Mittwoch blieb jedoch erfolglos: Der Polizeihubschrauber "FLIR" hatte sich zum Ort abgesetzt, an dem der Kontakt abgebrochen war. Die Besatzung konnte im Bereich der Schoberspitze eine Notruffrequenz des Crash-Sensors von 121,5 Megahertz wahrnehmen. Aber trotz Wärmebildgerät und Nachtsichtbrille konnte das Segelflugzeug und der Pilot nicht lokalisiert werden.

Auch zwei Mann der Bergrettung Kolbnitz hatten sich am Mittwoch kurz vor Mitternacht noch in das besagte Gebiet begeben, um nach dem Segelflugzeug zu suchen. Aufgrund des unwegsamen und steilen Geländes wurde die Suchaktion heute um 6 Uhr bei Tageslicht fortgesetzt.

In den heutigen Morgenstunden wurde es dann traurige Gewissheit, dass der Experte für Outdoor-Kameralösungen den Absturz nicht überlebt hat.