Dieser Tage sind den Mietern die Mieterhöhungen für 2022 zugestellt worden: Viele werden darüber zusammengezuckt sein. Auch die Stromanbieter haben ihre Preise bereits nach oben angepasst. Wenn dann noch der hohe Benzin- oder Dieselpreis für das Auto hinzugezählt wird, werden viele mit Schrecken ins neue Jahr blicken. Gekoppelt mit der Frage: Folgt noch ein Lockdown? Behalte ich meinen Arbeitsplatz? Muss ich wieder in Kurzarbeit gehen?
Günther Goach, der Präsident der Arbeiterkammer Kärnten, hat jüngst bei einem Besuch in der Redaktion der Kleinen Zeitung eher düstere Aussichten für 2022 gezeichnet: „Den Betrieben geht langsam die Luft aus“, pointiert er die Ausgangslage. Besonders der Wintertourismus mache Sorgen. Und durch Lieferengpässe in der Produktion würden Preise auch künstlich nach oben geschraubt werden.

Großes Dankeschön

„Kärntner in Not“ ist dank der Hilfsbereitschaft der Spender wieder gerüstet für diese Prognose: 862.800 Euro wurden seit Jahresbeginn für „Kärntner in Not“ gespendet, 785.000 Euro sind es seit dem Start der 21. Weihnachtsspendenaktion.
Da aus dem Jahr 2020, indem von März weg nicht absehbar war, wie die Pandemie sich auf die Spendenbereitschaft auswirken würde, „Kärntner in Not“ dennoch zu Weihnachten mit einem tollen Spendenergebnis ausgestattet wurde, ein Überschuss blieb, konnte heuer für hilfsbedürftige Menschen bereits weit über eine Million Euro (1.173.000) für Unterstützungen bei ganz konkreten Vorhaben ausbezahlt werden.


Landeshauptmann Peter Kaiser drückte bei seinem traditionellen Weihnachtsbesuch den Dank für die Arbeit von „Kärntner in Not“ aus und verwies darauf, dass auch das Land seinen Sozialfonds („Hilfe in besonderen Lebenslagen“) laufend nach den Erfordernissen der Antragsteller aufstockt. Als wichtiges Instrument der Armutsbekämpfung wurde die Wohnbeihilfe angehoben sowie der Heizkostenzuschuss.

Der Grundstock der Unterstützung von „Kärntner in Not“ ist die treue Lesergemeinschaft der Kleinen Zeitung. Kürzlich hat Caritasdirektor Ernst Sandriesser in einem Interview in der Kleinen Zeitung diese anhaltende Spendenfreude erklärt – in Bezug auf die Caritas, dennoch vermutlich deckungsgleich mit der Spenderintention für „Kärntner in Not“: „Leute, die uns helfen, anderen zu helfen, tun das nach wie vor. Menschen, denen es gut geht, die sagen, mir ist im Leben viel geschenkt worden – die möchten ein Stück dieses Glücks an andere weitergeben, gerade zur Adventzeit. Ich sehe eher eine Spaltung entlang der Risikogruppen und sozialen Stellung. Corona verstärkt die Schere zwischen Arm und Reich.“ Das ist die Herausforderung der nächsten Jahre.

Hilfe in Notsituationen

„Kärntner in Not“ wird – getragen von der Kleinen Zeitung und der Basisförderung der BKS Bank – den Spenderauftrag, einkommensschwachen Personen zu helfen, die ohne Hilfestellung nicht mehr aus einer Notsituation herauskommen können, weiter erfüllen. Die Familien, für die mit einer Kennziffer gezielt gespendet werden kann, wurden bereits umfassend unterstützt.
Im Fall 2 konnte der Mutter von Lucy nachhaltig geholfen. Für Fall 3 sind alle dringend nötigen Hilfsmittel für Lucas abgesichert. Auch für Johannes von Fall 4 kann umgesetzt werden, was „Kärntner in Not“ im Vorfeld mit seinen Eltern vereinbart hat. Timmi von Fall 5 kann sich über ein neues Pflegebett freuen. Mit den für Kennziffer 1 gewidmeten Spenden wird „Kärntner in Not“ die verstärkte Hilfe für Menschen aufrechterhalten, die durch Auswirkungen der Pandemie in eine Notlage geraten sind.