1303 NeuinfektionenWarum die Fallzahlen in Kärnten am Samstag wieder stark steigen werden

Neuer Höchststand mit 1303 Corona-Neuinfektionen am Freitag könnte laut Land schon am Samstag wieder gesteigert werden. In einem großen Teil der Abwasseranlagen wurde mehr als Verdoppelung der Virenbelastung festgestellt.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
1303 Personen wurden binnen 24 Stunden positiv getestet
1303 Personen wurden binnen 24 Stunden positiv getestet © stock.adobe.com
 

Mit 1303 Neuinfektionen verzeichnete Kärnten am Freitag einen neuen Höchststand, der laut Prognosen am Samstag sogar nochmal übertroffen werden könnte. Darauf deuten, wie es bei einer Sondersitzung des Koordinationsgremiums des Landes hieß, die Proben bezüglich der Corona-Virenbelastung im Abwasser hin. Sie werden inzwischen in Kärnten zweimal wöchentlich gezogen. Die letzte Probenziehung vom 14. November zeigt zum großen Teil sehr stark ansteigende Trends. Mehr als eine Verdoppelung war in den Werten für die Anlagen St. Andrä (RHV Mittleres Lavanttal), Kohldorf (AWV Völkermarkt-Jaunfeld), Hermagor (AWV Karnische Region), Ferlach (GDE Ferlach), Spittal/Drau (WV Millstättersee), Villach-Stadt, Feldkirchen und Klagenfurt-Stadt ablesbar. Ein sehr starker Anstieg wurde in St. Veit/Glan (RHV Gebiet St.Veit/Glan) verzeichnet, die Anlage Unteres Drautal (WV Unteres Drautal) hat sich auf einem sehr hohen Niveau stabilisiert.

Fast 1000 Infizierte

9689 Kärntner sind aktuell mit Covid-19 infiziert. Drei weitere Personen an oder mit Corona verstorben. Die 7-Tages-Inzidenz liegt in Kärnten mittlerweile bei 1056,1 und damit über dem Bundesschnitt von 990,7. Nur die Bundesländer Salzburg und Oberösterreich stehen mit Inzidenzen von 1740,3 und 1591,1 noch schlechter da.

Monat des Impfens

Geimpft sind in Kärnten derzeit 62,2 Prozent der Gesamtbevölkerung und 69,5 Prozent der Menschen über zwölf Jahre. Die erste Dosis haben 66,2 Prozent der Gesamtbevölkerung und 73,9 Prozent der Über-12-Jährigen erhalten. Wie man Impfquote und Impfkapazitäten weiter steigern kann, wird in einer weiteren Sitzung am Montag beraten. Angedacht ist dafür, die Kapazitäten an den Impfzentren zu erhöhen und bei kleineren Impfstellen eher einzuschränken. "Außerdem soll der Dezember zum Kärntner Monat des Impfens werden. Details dazu und zu einem möglichen Gewinnspiel sind noch in Ausarbeitung", sagte Landespressedienst-Leiter Gerd Kurath in einer Videokonferenz mit den Medien.

Schreiben an Bevölkerung

Kurath kündigte außerdem an, dass demnächst seitens des Bundes Schreiben an die Bevölkerung gehen werden. So sollen die Menschen direkt mit Informationen zur dritten Dosis (bzw. zur zweiten Dosis nach einer Impfung mit Johnson & Johnson) angeschrieben werden. Schreiben des Bundes sollen vor allem auch bisher Ungeimpfte erhalten. Fachleute erwarten, dass sich ein bis fünf Prozent von ihnen dadurch umstimmen lassen könnten. Vorige Woche wurden in Kärnten jedenfalls über 32.000 Impfungen an den verschiedenen Impfstellen und im niedergelassenen Bereich verabreicht. Rund 10.000 davon fallen auf die erste Dosis und rund 18.000 auf die dritte Dosis.

Die meisten positiven Fälle treten in Kärnten derzeit mit 17,7 Prozent in der Gruppe der Sechs- bis 14-Jährigen auf. Darauf folgen die 35- bis 44-Jährigen (15,1 Prozent), die 45- bis 54-Jährigen (14,5 Prozent) und die 15- bis 24-Jährigen (14,3 Prozent). 219 Menschen müssen wegen Covid-19 stationär im Krankenhaus behandelt werden, 114 davon sind geimpft. Von den weiteren 35 Menschen auf der Intensivstation sind 14 geimpft. Vorerkrankungen und entsprechende Medikamenteneinnahmen werden von den Fachleuten als ein Grund für Impfdurchbrüche angegeben. Von den drei seit Donnerstag gemeldeten Verstorbenen waren zwei nicht geimpft. Die verstorbene Person, die geimpft war, hatte Vorerkrankungen.

Im Bildungsbereich sind derzeit fünf Schulen und 49 Klassen gesperrt.

Kommentare (14)
finaelfr
3
3
Lesenswert?

Und das,

obwohl die Ungeimpften im Lockdown sind!

Alinda1
1
11
Lesenswert?

Abstandsregelung bei den Impfstraßen

Anscheinend gibt es KEINE Abstandsregel bei den Impfstraßen!! Soll man sich als 2 Mal Geimpfter vor dem 3. Stich noch das Virus einfangen?? Meine Bitte an die Verantwortlichen, prüft diese Umstände !!!

walterkaernten
18
3
Lesenswert?

abwassermessungen

Frage an die verantwortlichen :

1.
Was kosten die messungen ?

2.
Welche entscheidungen sind bisher aufgrund der messungen gemacht worden ??

dude
6
66
Lesenswert?

Wen wundert's, wenn es so viele gibt,

... die bewußt auf "Infektionspartys" gehen, um sich anzustecken!

ModellR2d2
4
38
Lesenswert?

ein Riesenversäumnis

bei den Maßnahmen für die Erstimpfung!

LaPantera69
10
24
Lesenswert?

@Melahide

So rosig, wie Sie es formulierten, sieht es in diesem rot geführten Bundesland auch nicht aus.

Nickl1
6
16
Lesenswert?

Das

Pferdeentwurmungsmittel ist leider ausverkauft.

robertpustritz
9
31
Lesenswert?

Ja,

weil es Rechte auch noch gibt, die auf alles sch....

maxreader2
20
67
Lesenswert?

Weil die Landesregierung nichts unternommen hat

Man hätte schon längst einen Lockdown verhängen müssen, um die Krankenhäuser zu entlasten. Aber Kaiser wollte das gestern erst "prüfen". Unglaublich, dieses Krisenmanagement!

Schauplatz
7
43
Lesenswert?

Es ist schon längst überfällig, dass die Landesregierung in die Gänge kommt

Die zuständige Gesundheitslandesrätin bringt außer Bla bla bla auch nichts zustande. Sie soll dafür sorgen, dass sich die Menschen für eine Impfung oder Test nicht stundenlang in der Kälte anstellen müssen. Ganz dringend wäre dafür zu sorgen, dass es auch genügend Impfstellen gibt und die niedergelassenen Impfärzte auch ausreichend Impfstoff erhalten. Bei Hausärzten gibt es dieses Jahr so gut wie keine Termine vor Mitte Dezember und dann wird die Bevölkerung zu raschen Impfungen auch Drittimpfungen aufgefordert. Wenn die Damen und Herren der Landesregierung dies nicht schaffen, dann sollen sie zurück treten und Experten zB Rotes Kreuz - natürlich gegen Kostenersatz - beauftragen.
Und weiters bitte auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln, besonders in den Zügen kontrollieren, Schaffner fahren in den S-Bahnen selten mit oder machen die Augen zu, aber jeder Zweite hat die Maske unter Kinn oder Nase und bei manchen sieht man auch, dass diese schon monatelang verwendet werden.

Klgfter
17
58
Lesenswert?

warten bis der bund es tun muss …..

das ist unser mutiger landeshauptmann !

Hausverstand100
16
24
Lesenswert?

Ein

Politischer Dünnbrettbohrer erster Güte!

FRED4712
0
0
Lesenswert?

hast recht,

herr kaiser hätte auf den blauen Reiter hören sollen, der hat ja erklärt, dass corona keine Krankheit ist.......bzw. von Anfang an keine war

Nickl1
7
17
Lesenswert?

Ķurz

Hat ja die Pandemie als beendet erklärt.